Der Trauma-Tag
Im Vortrag zu Versorgungsstrategien bei penetrierendem Trauma beleuchten wir die neuesten Erkenntnisse und bewährten Praktiken im Umgang mit Hieb-, Stich- und Schussverletzungen. Das Verletzungsausmaß im Rahmen von penetrierenden Verletzungen kann von einer einfachen Weichteilwunde bis zu einer komplexen und lebensbedrohlichen Mehrfachverletzung reichen, daher schauen wir uns anhand von Praxisbeispielen an, wie entscheidende Maßnahmen potentiell lebensrettend sein können.
Der Kopf ist wohl wichtig, haben wir mal gehört?! Wenn ein Trauma auf diesen einwirkt gibt es vieles was dann zu beachten wäre, was schnell passieren muss und was wohl anders läuft, als bei anderen Traumata. Der rettungsdienstlichen Versorgung kommt bei der Versorgung eines SHT eine besondere Rolle zu. In diesem Vortrag geht es vor allem um PAthophysiologische Vorgänge beim SHT und die daraus resultierenden Konsequenzen für den Rettungsdienst.
"Bei einem VU kommt es immer auf die Kinematik an!" Das haben wir doch schon oft gehört. Aber was bedeutet das denn eigentlich? Was ist Kinematik und Wass macht sie mit dem Fahrzeug und in letzter Konsequenz mit dem Patienten?
In der Rettungsdienstwelt schwirren zum Thema Immobilisation/Ruhigstellung viele Gerüchte, Halbwahrheiten und Meinungen umher. In diesem Vortrag wollen wir uns mit der aktuellen Wissenschaft zu diesen Themen befassen und und gleichzeitig mit praktischer Umsetzbarkeit auseinandersetzen.
Der Tag voller Fallbeispiele
Euch erwarten ein paar Basics zur Psychosozialen Notfallversorgung vorab und dann werden konkrete Fälle analysiert, die zeigen, welchen Einfluss verschiedene Faktoren auf die Belastung im Einsatz haben - Wissen, das ab dem nächsten Einsatz praktisch nutzbar ist.
Wo gehobelt wird, da fallen Späne. Und wo gearbeitet wird, da passieren Unfälle. Und die können manchmal ganz schön speziell sein. In dieser Session beschäftigen wir uns mit Unfällen, die eigentlich nur bei der Arbeit vorkommen können.
Der RTW wurde zu einer BZ-Entgleisung alarmiert, doch was fehlt der Patientin wirklich und wie kommen wir eigentlich aus dem 5. Stock?
Der Programmpunkt für alle, die Freitagabend nach dem Kongress noch Pläne haben. Macht die Kaltgetränke auf, und wir lassen mit einem Quiz irgendwo zwischen Ernst und Quatsch den Tag gemütlich ausklingen.
Der Transport in einem Rettungshubschrauber bietet den Vorteil, schnell und schonend große Distanzen zurückzulegen und so eine zielgerichtete Zuweisung nach einem Trauma zu machen. Verbunden ist er mit einem begrenzten Platzangebot in der Kabine. Im vorliegenden Fallbericht, soll ein Einsatz geschildert werden, bei dem sich ein schwerverletzter Patient nach einem Verkehrsunfall im Flug verschlechterte.
"Under pressure you sink to your level of training", Realflugtraining und Einsatzberichte über Windeneinsätze und hubschraubergestützte Wasserrettung.
Die Bewegungsdaten der Rettungskräfte bei einer simulierten Zughavarie wurde mit Hilfe von GPS Loggern aufgenommen und ausgewertet. Zudem wurden Drohnenaufnahmen und Photos verwendet, um die Analyse zu unterstützen. Die Einsatzlage war verteilt auf mehrere Rettungsplätze um einen Tunnel herum, was zu den besonderen Bedingungen dieser Übung beigetragen hat.
Beim Betreten von Räumen kann es für Rettungskräfte zu einer Selbstgefährdung kommen, wenn zum Beispiel andere Personen im Raum sind, deren Motive unklar sind. Die hier vorgestellte Software soll Rettungskräften die Möglichkeit geben, ihre Aufmerksamkeit für gefährliche Situationen zu trainieren.
Der internistische Tag
Epistaxis, Epiglottitis, Tumorblutung, oder Probleme mit der Trachealkanüle machen euch Angst? Nach dem Vortrag wisst ihr wie ihr diese Probleme anbehandelt und die gefährlichen Klippen umschifft.
Schwindel - das kleine gemeine Symptom. Wenn ihr die gefährlichen Ursachen nicht übersehen wollt und warum Schwindel nicht immer ein ,Vesti‘ ist - dann seid ihr hier genau richtig!
Zwei Themen dominieren den Arbeitsalltag eines Kardiologen: Koronare Herzerkrankung und Herzinsuffizienz. Letztere kann ich in verschiedensten Ausprägungen zeigen und der Zustand des Herzinsuffizienzpatienten kann sich rasch ändern. In der Notfallmedizin kommen alle diese Formen vor, dass es heißt: erkenne deinen kranken Patienten, kenne seine Medikation und erkenne die akute Verschlechterung um schnell zu handeln. Dieser Vortrag soll kurzen Überblick geben und Impulse setzen, um sich mit dem Thema Herzinsuffizienz aktuell auseinanderzusetzen.
Endometriose betrifft jede 10. Frau, kann zu verschiedenen rettungsdienstlich relevanten Symptomen führen und dennoch ist diese Erkrankung im Rettungsdienst noch immer zu unbekannt.
In dieser Session beschäftigen wir uns mit hohem Blutdruck - einem recht häufigen Vorkommnis im Rettungsdienst mit sehr heterogener Präsentation/Ursache/Dringlichkeit. Um hypertensive Notfälle von asymptomatischer Hypertonie unterscheiden, sowie die richtige Behandlung festlegen zu können, werfen wir einen Blick auf (Patho-)Physiologie und die Leitlinie(n).
Herzrhythmusstörungen erscheinen vielen als rotes Tuch der Notfallmedizin, viele, auch Notärzte, haben Respekt vor ggf. notwendiger Therapie, darum erhält der Patient diese ggf. nicht in jedem Fall. In diesem Vortrag sollen allgemeine Grundlagen besprochen werden, die sicherlich den meisten bekannt sind, das Ziel ist aber Sicherheit in Erkennung und Therapiewahl. Es wird spannend.
Der Kinder-Tag
Der Gebrauch und die Lesart des Mutterpasses ist häufig unbekannt und doch können die richtigen Informationen helfen, schnell und zielgerichtet eine Schwangerschaft zu beurteilen. Nie mehr willenlos rumblättern, sondern schnell die richtigen Seiten finden- darum soll es in dem Vortrag gehen.
Die Wahrscheinlichkeit spricht dagegen - doch was, wenn die unaufhaltbare präklinische Geburt etwas anderes zeigt als eine unkomplizierte Kindslage? In vielen Seminaren wurde immer wieder der Wunsch geäußert nach einer Fortsetzung, wenn die Geburt nicht reibungslos verläuft. In einer schmalen Gratwanderung zwischen präklinischen Gegebenheiten und wenigen technischen Möglichkeiten sollen in diesem Seminar die Do's an Don'ts erörtert werden.
Unerwartete Hausgeburten stellen den Rettungsdienst vor besondere Herausforderungen – vor allem, wenn der Start ins Leben nicht reibungslos verläuft. Was tun, wenn das Neugeborene nicht atmet, die APGAR-Werte kritisch sind oder eine Reanimation nötig wird? In diesem Vortrag geht es um die strukturierte Erstversorgung von Neugeborenen und das präklinische Management neonatologischer Notfälle – praxisnah, fallbasiert und mit klaren Handlungsempfehlungen. Für alle, die vorbereitet sein wollen, wenn das Wohnzimmer plötzlich zum Kreißsaal wird.
Viele Rettungsdienstler glauben, pädiatrische Notfälle zu beherrschen – die Realität sieht oft anders aus. In dieser Session bleuchte ich, warum ich denke, dass wir hinter unseren eigenen Ansprüchen zurückbleiben, aber auch wie wir gezielt besser werden können und warum regelmäßige, praxisnahe Fortbildung und Governance der Schlüssel ist. Ehrlich, praxisnah, motivierend – für alle, die weiter kommen wollen.
Kindernotfälle sind immer wieder mit großer Unsicherheit und emotionaler Belastung im Team verbunden. Neben der medizinischen Versorgung stellt auch der Umgang mit den Eltern und Geschwisterkindern den Rettungsdienst gerade in dynamischen Situationen immer wieder vor Herausforderungen. Wir wollen daher versuchen, Do´s und Dont´s im Umgang mit Kindern und Angehörigen heraus zu arbeiten und gemeinsam einen roten Faden für solche Situationen zu entwickeln.
Auch wenn pädiatrische Notfälle nur einen kleinen Teil unseres Alltags ausmachen, gehören sie zu den emotional und medizinisch anspruchsvollsten Einsätzen. Kinder kühlen deutlich schneller aus als Erwachsene – und Hypothermie ist oft schwer zu erkennen, da die Zeichen subtil sein können. Umso wichtiger ist es, diese Notfälle frühzeitig zu identifizieren und gezielt zu behandeln. Lassen Sie uns also gemeinsam eintauchen in ein Thema, das klein klingt – aber oft große Wirkung zeigt.
Ein Kleinkind, das sich beim Griff nach dem Wasserkocher schwer verbrüht.Ein Säugling, der in der Sommersonne im Kinderwagen überhitzt.Ein Kind, das nach der Sportstunde kollabiert – ausgezehrt von Hitze und Flüssigkeitsmangel. Was all diese Situationen verbindet, ist nicht nur die plötzliche Dramatik, sondern auch die Komplexität: Kinderhaut ist empfindlicher, ihr Flüssigkeitshaushalt instabiler, ihre Schmerzwahrnehmung oft schwer einschätzbar. Haut, Hitze und kindliche Physiologie – diese Konstellation fordert uns in medizinischer und menschlicher Hinsicht heraus. Und sie verlangt von uns: schnelles Handeln, klares Denken und ein tiefes Verständnis für die kindliche Reaktion auf thermische Belastungen.
Der Specials-Tag
Chemieunfälle verbinden viele mit Großlagen und MANV – doch Gefahrstoffe begegnen uns auch im Kleinen: bei häuslichen Unfällen, in Werkstätten oder bei Routineeinsätzen im Betrieb. Was tun, wenn plötzlich nur der eigene RTW am Einsatzort steht? In diesem Vortrag geht es um realistische Möglichkeiten in den ersten Minuten: Gefahren erkennen, sich selbst schützen, sinnvolle Sofortmaßnahmen ergreifen – und Entscheidungen treffen, die Sicherheit und Versorgung in Einklang bringen.
Werksrettungsdienste arbeiten oft im Hintergrund – und werden dabei schnell unterschätzt. In diesem Vortrag gibt Sven Skibbe einen Blick über den Tellerrand: von unterschiedlichen Organisationsformen über spezielle Ausstattung bis hin zu hochqualifizierten Einsatzkräften, die weit mehr leisten als klassische betriebliche Ersthilfe. Er zeigt, wie sich Werksrettungsdienste auf die besonderen Gefahren in Industrieanlagen einstellen, welche Spezialqualifikationen dabei zum Einsatz kommen und warum diese Teams manchmal sogar über den Werkszaun hinaus gefragt sind.
Der Vortrag fokussiert die Windenrettung und das dazugehörige Training und gibt dem Teilnehmer einen tieferen Einblick und Verständnis für dieses spezielle Rettungsmittel und Verfahren.
Welche psychosozialen Risiken bergen Lagen, bei denen die eigene Gesundheit möglicher Weise in Gefahr ist? Was kann ich in solchen Lagen für Kollegen tun...und was hilft mir, damit sich die Belastungen in Grenzen halten? Eine Annäherung an richtig blöde Einsatzsituationen aus Sicht der PSNV.
Ob für die Recherche medizinischer Themen, die Vorbereitung einer Notfall-Übung oder das Protokoll einer Teams-Besprechung. Wie erzielt man mit KI-Unterstützung die besten Ergebnisse und spart Zeit? Als Nutzer müssen wir im KI-Zeitalter eine neue Fähigkeit erlernen und laufend verbessern: das Prompting. In diesem Webinar erhalten Sie konkrete Tipps und Hinweise, worauf Sie beim Prompting achten sollten und mit welchem einfachen Konzept Sie Ihren KI-Assistenten effizienter einsetzen können. Der Fokus liegt auf dem "Copiloten" von Microsoft, die Prompting-Tipps sind aber analog auch für ChatGPT, Gemini, Perplexity & Co. anzuwenden.
Menschliche Herausforderungen, TRM, Psychische Erkrankungen und ähnliches // Vorträge für Praxisanleitende
Die Arbeit im Rettungsdienst geht mit einer Vielzahl von alltäglichen Belastungen einher, welche langfristig zu verschiedenen Erkrankungen führen können. Um im Rettungsdienst gesund zu bleiben, ist die Psychoedukation der erste Schritt.
Personen, die den Rettungsdienst kontaktieren, haben oft keine Wahl und müssen auf die Qualität des Dienstleisters vertrauen. Der Entwurf einer Patientencharta für Rettungsdienste basiert auf den Rechten der Nutzer, z.B. bei telefonischer Beratung, der Wahl des besten Rettungsmittels und Versorgungspfades. Weitere Punkte sind die Einhaltung internationaler Leitlinien, Transparenz über Qualifikationen, Beschwerdemöglichkeiten und die Veröffentlichung von Qualitätskennzahlen.
Die Fortbildung zeigt praxisnahe Methoden, wie Leitlinienwissen und aktuelle medizinische Inhalte nachhaltig in den Arbeitsalltag von Rettungs- und Notfallsanitätern integriert werden können. Im Fokus stehen Strategien des wissensbasierten Lernens, der Transfer von Theorie in Praxis sowie Ansätze für interaktive und nachhaltige Fortbildungen. Ziel ist es, die Qualität und Wirksamkeit von Aus- und Weiterbildungen im Rettungsdienst spürbar zu verbessern.
Die Belastungen durch Einsatzerlebnisse im Rettungsdienst und die Verarbeitung dergleichen sind, auch wenn es Angebote aus dem Bereich der Einsatznachsorge inzwischen regelhaft gibt, meist doch persönlich geprägt. Was hilft uns also, gesund zu bleiben, wenn die Einsatzbelastung das Normale übersteigt und Reaktionen spürbar werden?
Amok- und Terrorlagen sind inzwischen auch in Deutschland längst im Bereich des denkbaren bzw. in der Vergangenheit traurige Realität geworden. Doch welche Herausforderungen bringen diese besonderen Einsätze aus Sicht der PSNV mit sich und welche Besonderheiten müssen bedacht werden?
Ethik spielt im Bereich des Rettungsdienstes öfter eine Rolle als gedacht: Nicht nur bei Palliativen Notfällen und "End-of-Life-Entscheidungen",- sondern auch im rettungsdienstlichen Alltag kommen wir immer wieder in Situationen, in denen nicht nur medizinisches Wissen, sondern auch Ethische Aspekte und Haltung eine Rolle spielen, um gute Entscheidungen mit und für den Patienten treffen zu können.
Wie lassen sich komplexe Inhalte so vermitteln, dass sie nicht nur verstanden, sondern auch erlebt werden? In meinem Vortrag tauchen wir in die Welt der Gamifizierung ein – von einfachen spielerischen Elementen bis hin zu ganzen Lernabenteuern. Ein Schwerpunkt liegt auf der Methode Escape Room im Bildungskontext, bei der Teamarbeit, Kommunikation und Problemlösung im Mittelpunkt stehen. Neben praxisnahen Tipps und Beispielen gebe ich Einblicke in meine eigene Entwicklung von Rätsel-Holzboxen (Alexx-Boxx), mit denen Wissen haptisch und interaktiv erlebbar wird. Ideal für alle, die Bildung im Rettungsdienst lebendig gestalten wollen.
Die Gewinnung und Bindung von qualifiziertem Einsatzpersonal stellt eine der größten Herausforderungen im Rettungsdienst und Bevölkerungsschutz dar. Diese Fortbildung zeigt praxisnahe Wege auf, wie Organisationen Wiedereinsteigerinnen und Wiedereinsteiger erfolgreich ansprechen, gewinnen und langfristig integrieren können. Gezielte Maßnahmen zur Attraktivitätssteigerung tragen entscheidend zu einer nachhaltigen Personalbindung bei.
Schädliche Kommunikationsmuster, subtile Abwertungen und eine vergiftete Teamatmosphäre gefährden nicht nur das Miteinander im Team – sondern auch Patientensicherheit und Arbeitszufriedenheit. In diesem Vortrag gehen wir den Ursachen toxischer Dynamiken auf den Grund, benennen konkrete Auswirkungen und zeigen auf, welche Haltung, Strukturen und Werkzeuge als wirksames Antidot dienen können. Für mehr Respekt, Reflexion und Resilienz in der Notfallmedizin.
Im Einsatz gibst du oft alles – aber wie gut kümmerst du dich um dich selbst? In diesem Workshop geht es darum, was dir Kraft nimmt, was dich auflädt und wie du deinen „inneren Akku“ im Blick behältst. Mit alltagsnahen Beispielen, klaren Fragen und konkreten Impulsen, wie Selbstfürsorge im herausfordernden Rettungsdienst-Alltag gelingen kann.
Vom Nachteilsausgleich bis hin zur Integration und Ausbildung von Nachwuchskräften aus dem Ausland. Wie ist eine Umsetzung möglich, welche Hürden sind wahrscheinlich und wie können diese gemeinsam überwunden werden? Welche Unterstützungsangebote sind denkbar? Eine Vorstellung erster Erfahrungen in unterschiedlichen Szenarien, mit der Möglichkeit zum aktiven Austausch.
In den Ausbildungen im Rettungsdienst (RettSan und NotSan) kommen auf die Betriebe regelmäßig neue Herausforderungen zu. Manche Lösungsansätze scheinen einfach, resultieren dann jedoch in große „Aha- und Oh-Momente“. Die TOP 5 der Problemfelder werden in beispielhaften Fallsituationen dargestellt und laden zur gemeinsamen Lösungsfindung ein. - Fehlzeitenüberschreitung - Ausbildungszielgefährdung - Rolle des Ausbildungsbetriebes - außergewöhnliche Lernbedarfe, Lehraussagen und Lerntypen - Recruiting und Personalauswahl, Vertragswesen
Notfälle quer durch alle Fachgebiete
Wenn ein Mensch stirbt, kommt Bestatterinnen und Bestattern eine zentrale Rolle zu: Sie übernehmen die fachgerechte und fürsorgliche Versorgung der Verstorbenen – und sie stehen den Angehörigen mit Kompetenz und Empathie zur Seite. Dabei stehen Bestatterinnen und Bestatter in professionellem Austausch mit allen anderen relevanten Berufsgruppen, um auf beiden Ebenen bestmögliche Arbeit zu gewährleisten. Bei einem Großschadensereignis ist dieses Zusammenspiel der verschiedenen Akteure von entscheidender Bedeutung: Ein solches Szenario erfordert klare Strukturen, Fachwissen und psychische wie physische Belastbarkeit, um die Würde der Verstorbenen zu wahren und gleichzeitig Einsatzkräfte zu entlasten. Aus dieser Erkenntnis heraus wurden in den vergangenen Jahre wichtige Schritte getätigt, um das organisierte Bestatterhandwerk in die Notfallpläne von Bund und Ländern zu integrieren.
Ich darf in dieser Session einen besonderen Fall darstellen, bei dem ein Jugendlicher durch einen PKW-Unfall von einer Geländerstange im Thorax durchbohrt wurde. Eine Pfählungsverletzung, wie ich sie noch nie gesehen habe und die eingeleiteten Rettungsmaßnahmen konnten wir so noch nie vorher üben. Es wurde improvisiert und am Ende ist es gelungen, den Patienten zu retten und zum Maximalversorger zu bringen.
Bereit, genau hinzusehen? Sexualisierte Gewalt, Misshandlung und häusliche Gewalt bleiben oft unerkannt – bei Kindern, Jugendlichen und älteren Menschen. Wie können wir Anzeichen wahrnehmen, Strategien entwickeln und Hilferessourcen nutzen? Was tun bei Verdacht? Wann besteht Anzeigepflicht? Der Workshop sensibilisiert für den Umgang mit Gewalt und zeigt mögliche Vorgehensweisen auch anhand von Fallbeispielen auf. Tipps zur Dokumentation werden gegeben.
Die Aortendissektion kann Dich jederzeit überraschen – selten, lebensgefährlich und oft gut getarnt. In dieser Fortbildung lernst Du, die versteckten Warnsignale zu erkennen, schnell die richtige Diagnostik einzuleiten und im Ernstfall entscheidende Minuten zu gewinnen. So bist Du vorbereitet, bevor das Chamäleon zuschlägt.
Kinder stürzen, stehen wieder auf – und manchmal steckt mehr dahinter als nur eine Beule. In dieser Session lernst Du, Schädel-Hirn-Traumata sicher einzuschätzen, Warnzeichen zu erkennen und zu entscheiden, wann Bildgebung und weitere Diagnostik nötig sind. Damit Du schnell handeln kannst – und kleine Patienten bald wieder ihr „Krönchen“ richten können.
Wenn alles auf dem Spiel steht, braucht es klare Strukturen, schnelle Entscheidungen und ein eingespieltes Team. Die Krankenhauseinsatzleitung ist das strategische Rückgrat in Ausnahmesituationen – und entscheidet mit darüber, ob ein Krankenhaus in der Krise bestehen kann. In diesem Vortrag wird gezeigt, wie sich Krankenhäuser auf den Ernstfall vorbereiten, welche Führungsmechanismen greifen müssen und warum interdisziplinäres Denken überlebenswichtig ist.
Was passiert, wenn sich ein Krankenhaus plötzlich selbst in der Gefahrenzone befindet? Die Evakuierung des Krankenhauses in Köln-Merheim stellte alle Beteiligten vor eine außergewöhnliche Herausforderung: Patienten mussten verlegt, Abläufe unterbrochen und die Intensivpatienten geschützt werden. In dieser Casestudy wird aus der Perspektive der Klinik über die strategischen, logistischen und medizinischen Aspekte dieses Einsatzes berichtet. Ein Blick hinter die Kulissen eines Ausnahmezustands.
Intoxikationen gehören zum Standard- Repertoire eines jeden Rettungsdienstlers- jedoch nicht jede Intoxikation ist Routine. Insbesondere bei potentiell auch fremdgefährdenden Intoxikationen und Kontaminationen steht das Rettungsteam vor logistischen und organisatorischen Herausforderungen. In dieser Session zeigen wir anhand von 3 Fallbeispielen auf, wie der Patient/die Patienten behandelt werden können und die Szenarien in der Zusammenarbeit mit anderen Hilfsorganisationen "Hand-in-Hand" abgearbeitet werden können.