Willkommen zum Rettungsdienstkongress 2026! Wir freuen uns auf 7 spannende Tage mit dir. Wir führen dich kurz durch den Tag und sprechen darüber, welche Vorträge dich erwarten. Wir freuen uns auf dich!
Nach dem ersten "Ballon" im letzten Jahr jetzt der nächste Schritt – 7 Tage Beatmung, jeden Tag ein neues Thema. Nach allen Tagen hast du einen Gesamtüberblick von NIV bis zu invasiver Beatmung, von Abkürzungen hin zu "Ach, so ist das" . Notfallbeatmung einfach – das ist das Ziel der gesamten Reihe. Du kannst nicht an allen Tagen teilnehmen? Kein Problem, die Themen sind in sich geschlossen.
Wir schauen uns den KI-Assistenten "Copilot" genauer an und beleuchten unter anderem folgende Fragestellungen: Was ist der KI-Assistent Copilot? Wie arbeitet der Copilot? Wofür kann ich den Copiloten nutzen? Wie nutze ich den Copiloten? Dabei probieren wir ihn auch praktisch mit Nutzungsszenarien für den Rettungsdienst aus und diskutieren den Nutzen und die Risiken.
Abstand schützt – klingt plausibel, ist aber nur die halbe Wahrheit: Einsatzkräfte, die sich aus der Ferne einbringen, die Daten sammeln, Entscheidungen treffen sowie Einsätze führen oder unterstützen, haben mit besonderen psychischen Belastungen zu kämpfen. Der Workshop zeigt nicht nur, wo Belastungen entstehen, sondern gibt auch praxistaugliche Hinweise für den Umgang mit diesen.
Deine Auszubildenden nutzen KI wahrscheinlich längst. Die Frage ist nur: Nutzt du sie auch? In diesem interaktiven Workshop erfährst du, wie Künstliche Intelligenz dich in der Praxisanleitung unterstützen kann, welche Lernaufträge heute noch sinnvoll sind und wo die Grenzen der Technologie liegen. Mit praxisnahen Beispielen und der Möglichkeit, KI selbst auszuprobieren, erhältst du konkrete Ideen für deinen Ausbildungsalltag und lernst, KI als hilfreiches Werkzeug in der rettungsdienstlichen Ausbildung einzusetzen.
Das Freedom-House-Projekt, das 1966 in Pittsburgh vom in Österreich geborenen Anästhesie- und Reanimationspionier Univ.-Prof. Dr. Peter Safar initiiert wurde, gilt als Geburtsstunde der Paramedic-Ausbildung. Heute unterscheiden sich Ausbildungswege, Kompetenzen und Verantwortungsbereiche von Paramedics weltweit erheblich. Während einige Länder auf akademisierte Studiengänge setzen, dominieren andernorts berufsfachliche oder modulare Ausbildungsmodelle. Der Vortrag gibt einen kompakten Überblick über die Ausbildungssysteme für Paramedics in Europa, den USA und Australien, vergleicht Ausbildungsdauer, Qualifikationsniveaus, Kompetenzen und Einsatzspektren und diskutiert, welche Konzepte für die Weiterentwicklung des Berufsbildes Notfallsanitäter:in im deutschsprachigen Raum interessante Impulse liefern können.
Die schnelle Bestimmung von Laborparametern am Patientenbett (Point-of-Care [POC]) ist fester Bestandteil der klinischen Notfall- und Intensivmedizin. Eine Anwendung in der prähospitalen Notfallmedizin ist bis heute eher als Ausnahme anzusehen. Insbesondere die Blutgasanalyse (BGA) ist geeignet, wesentliche Informationen über akut behandlungsbedürftige Erkrankungen zu liefern. Die BGA kann hilfreich sein, um eine korrekte Behandlungsentscheidung zu treffen und dadurch möglicherweise das Outcome der Patient:innen zu verbessern. Durch eine BGA ist die quantitative Bestimmung und Berechnung relevanter Gaspartialdrücke in der Blutlösung sowie die Bewertung hämatologischer Parameter und Elektrolytkonzentrationen in venösen oder arteriellen Blutproben möglich. Im Vortrag sollen die Grundlagen des Verfahrens erläutert und mögliche Einsatzgebiete aufgezeigt werden.
Das neurologische Defizit ist eines der häufigsten Einsatzbilder – wie cool wäre es, wenn wir bereits am Einsatzort zwischen Hirnblutung und Ischämie unterscheiden könnten? In dieser Session werfen wir einen Blick auf aktuelle Zahlen und diskutieren sämtliche Neuigkeiten zum GFAP-Test.
Die Telenotfallmedizin ist in der Bundesrepublik Deutschland in vielen Bundesländern bereits weit verbreitet, in anderen ist die Etablierung im Gange. Die aktuelle Veranstaltung gibt eine Einführung in die Thematik, Indikationen und Kontraindikationen sowie Chancen und Limitationen dieses innovativen Werkzeugs.
Gerade im Zusammenhang mit dem §2a des NotSanG ist das Beherrschen einer Maßnahme in den Vordergrund gerückt. Denn nur dann darf sie angewendet werden. Was bedeutet das und wann kann man von "beherrschen" sprechen und welche Maßnahmen kommen dafür in Betracht?
Gibt es die perfekte Organisationsform? Vermutlich nicht – aber es gibt Unternehmen, die besonders gut funktionieren und aus Sicht ihrer Mitarbeiter besonders wertgeschätzt werden. In einer Studie hat Frederic Laloux eine große Zahl Unternehmen untersucht und dabei festgestellt, dass es Kriterien gibt, die den Erfolg wahrscheinlicher machen. In diesem Vortrag werfe ich einen Blick auf seine Erkenntnisse und die Frage: wie lässt sich Gesundheit gut organisieren? Welchen Beitrag kann Frederic Laloux und "New Work" dazu leisten?
Gemeinsam schauen wir uns an, wie wir uns sinnvoll und strukturiert auf die NotSan-Prüfung vorbereiten können. Dabei geht es um unterschiedliche Lernstrategien, hilfreiche Tipps für die Prüfungsvorbereitung und den Umgang mit der Aufregung vor den einzelnen Prüfungsteilen. Gleichzeitig soll genügend Raum für einen offenen Austausch bleiben, um Erfahrungen, Fragen und eigene Ideen miteinander zu teilen.
Die Analyse von Bewegungsmustern bei simulierten MANV Lagen führte bereits zu einer Reihe neuer Darstellungen und Erkenntnissen. In diesem Vortrag wird erklärt, wie die Bewegungsmuster von Personen dabei helfen können, Kommunikation zu dokumentieren und zu visualisieren.
Gamifizierung muss weder aufwendig noch teuer sein. Bereits mit einfachen Mitteln lassen sich Lerninhalte aktiver, motivierender und nachhaltiger gestalten. Im Vortrag werden praxiserprobte Ideen und Werkzeuge vorgestellt, die sich direkt in der Aus- und Weiterbildung einsetzen lassen. Neben konkreten Beispielen geht es auch um typische Stolpersteine, sinnvolle didaktische Planung und die Frage, wann Gamifizierung einen echten Mehrwert bietet – und wann weniger oft mehr ist. Der Vortrag richtet sich an alle, die ihren Unterricht interaktiver gestalten und neue Impulse für den eigenen Lehralltag mitnehmen möchten.
Notfallmedizinische Aus- und Fortbildung entwickelt sich weltweit kontinuierlich weiter. Doch welche Konzepte verfolgen nationale und internationale Kursformate, wo liegen Gemeinsamkeiten und Unterschiede, und welche Ansätze lassen sich in den eigenen Ausbildungsalltag übernehmen? Es werden etablierte Kursformate, ihre didaktischen Konzepte und Best-Practice-Beispiele vorgestellt. Ziel ist es, Impulse für die eigene Lehrtätigkeit zu gewinnen und durch den Blick über den Tellerrand neue Perspektiven für die Aus- und Fortbildung im Rettungsdienst zu eröffnen.
Wie erleben Notfallsanitäte-Schüler:innen ihre Ausbildung auf der Rettungswache, im Klinikpraktikum und in der Berufsfachschule? Welche Erwartungen haben sie an Praxisanleitende, Lehrkräfte und Ausbildungsverantwortliche – und was wünschen sie sich für eine erfolgreiche Lernumgebung? In einem offenen Dialog werden positive Erfahrungen, Herausforderungen und konstruktive Verbesserungsvorschläge gemeinsam diskutiert. Ziel ist es, das gegenseitige Verständnis zu fördern und die Zusammenarbeit aller an der Ausbildung beteiligten Stellen zu stärken, um eine qualitativ hochwertige und praxisnahe dreijährige Ausbildung zu ermöglichen.
Digital aufgewachsen heißt nicht automatisch digital kompetent. Im Vortrag erfährst du, warum verantwortungsvolles Digital-Leadership mehr braucht als Künstliche Intelligenz, wie digitales Upskilling gelingt und welche Risiken Skill Skipping und Deskilling für die rettungsdienstliche Ausbildung bergen. Freu dich auf praxisnahe Impulse für eine zukunftsfähige Mediendidaktik im Rettungswesen.
Gemeinsam werden wir über Schnittstellenarbeit in der digitalen Medizin sprechen.
Es geht genauso spannend weiter, wie an Tag 1: Wir führen dich kurz durch den Tag und sprechen darüber, welche Vorträge dich erwarten. Wir freuen uns auf dich!
In diesem Vortrag wird es einen Überblick über die aktuelle Datenlage bzgl. der Traumareanimation und ein kleines How - To mit praktischem Beispiel geben. Außerdem beleuchten wir gründliche der Evidenz zur Clamshell-Thorakotomie, die 4 E als Vorraussetzungen und warum diese nicht die 4 Entschuldigungen sind.
Pädiatrische Notfälle sind selten, steht in allen Lehrbüchern. In der SQRBW Statistik 2025 sind Kinder bis 10 Jahre an 5,1% der NA-Einsätze beteiligt, ohne NA sind es nur 3,1%. Die meisten sind Low-Code Einsätze. Richtig kranke oder schwer verletzte Kinder sind selten. Die Frage, die sich stellt: Will man sich darauf verlassen, dass es einen nicht trifft? Oder benötigen wir Strategien und Training, um auch diese Patientengruppe bestmöglich zu versorgen? Hierzu besprechen wir einen Fall und eine mögliche Strategie.
Die Rettungskette setzt auf schnellen Transport und aufnahmebereite Kliniken, insbesondere beim Trauma – beides ist keine Selbstverständlichkeit mehr. Was tun, wenn zwischen Erstversorgung und Klinik nicht 60 Minuten liegen, sondern Stunden? Prolonged Casualty Care (PCC) ist die militärmedizinische Antwort: strukturierte Weiterversorgung kritisch Verletzter unter Ressourcenmangel und ohne zeitnahe Evakuierung. Der Vortrag klärt die Begriffe, zeigt die Kerninhalte und benennt auch ehrlich, was PCC nicht kann. Relevant für den RD: lange Transportwege, zunehmend abgemeldete Notaufnahmen, MANV- und Katastrophenlagen, Infrastrukturausfall. Der Referent verbindet beide Welten – Anästhesist der Uniklinik RWTH Aachen, Notarzt/LNA der Berufsfeuerwehr Aachen und Flottillenarzt der Reserve.
Der Vortrag vermittelt fortgeschrittene Konzepte der präklinischen Polytraumaversorgung auf Basis der aktuellen Evidenz, Literatur und Leitlinien. Schwerpunkte sind das Volumen- und Hämorrhagiemanagement, prähospitale Transfusionsstrategien, erweiterte Gefäßzugänge einschließlich der präklinischen Arterienkanülierung beim Erwachsenen sowie die Prinzipien der Damage-Control-Resuscitation. Ergänzend werden erweiterte chirurgische Notfallmaßnahmen, deren Indikationen, Limitationen und praktische Umsetzung anhand von Fallbeispielen diskutiert.
Der Vortrag vermittelt die Bedeutung der Hypothermie als Bestandteil der „lethalen Trias“ des Schwerverletzten. Neben den pathophysiologischen Grundlagen werden Risikofaktoren, Auswirkungen auf Gerinnung und Outcome sowie aktuelle Evidenz, Leitlinien und präklinische Präventions- und Therapiemaßnahmen diskutiert. Praktische Strategien zur Temperaturerhaltung und zum aktiven Wärmemanagement werden anhand von Fallbeispielen vorgestellt.
Nach dem ersten "Ballon" im letzten Jahr jetzt der nächste Schritt – 7 Tage Beatmung, jeden Tag ein neues Thema. Nach allen Tagen hast du einen Gesamtüberblick von NIV bis zu invasiver Beatmung, von Abkürzungen hin zu "Ach, so ist das" . Notfallbeatmung einfach – das ist das Ziel der gesamten Reihe. Du kannst nicht an allen Tagen teilnehmen? Kein Problem, die Themen sind in sich geschlossen.
Gemeinsam schauen wir uns an, was uns als Besatzung des ersten Rettungswagens an der Einsatzstelle eines Busunfalls erwartet. In einem interaktiven Fall bringen wir Schritt für Schritt Struktur in eine zunächst unübersichtliche Lage: vom ersten Eindruck über die Lagemeldung und die Ordnung des Einsatzraums bis zur Sichtung und Versorgung der Betroffenen.
Die präklinische Schmerztherapie bei Kindern stellt Einsatzkräfte regelmäßig vor besondere Herausforderungen: altersabhängige Kommunikation, Unsicherheiten bei Dosierungen und die Angst vor Nebenwirkungen führen nicht selten zu einer Untertherapie. Dieser Vortrag vermittelt strukturierte Ansätze zur kindgerechten Schmerzeinschätzung, evidenzbasierte medikamentöse Strategien sowie praktische Tipps zur sicheren Anwendung gängiger Analgetika im Rettungsdienst. Besonderes Augenmerk liegt auf intranasalen Applikationswegen, nicht-medikamentösen Maßnahmen und der Vermeidung typischer Fehler im Einsatz.
Der Bauernhof ist ein Hochrisiko-Umfeld für Kinder – mit einer Vielzahl potenziell lebensbedrohlicher Gefahren. Dieser Vortrag thematisiert typische Unfallmechanismen wie Überrolltraumata, Maschinenverletzungen, Ertrinkungsunfälle in Güllegruben sowie Intoxikationen. Neben der präklinischen Erstversorgung liegt der Fokus auf Gefahreneinschätzung für Einsatzkräfte, Besonderheiten der Rettung sowie der frühzeitigen Identifikation kritischer Verläufe.
Reitunfälle gehören zu den häufig unterschätzten Hochrasanztraumata im Kindesalter. Dieser Vortrag beleuchtet typische Verletzungsmuster – von stumpfem Thoraxtrauma bis hin zu schweren Schädel-Hirn-Traumata – und deren präklinische Relevanz. Neben der strukturierten Traumaversorgung werden Entscheidungsstrategien zur Einschätzung der Verletzungsschwere, zur Immobilisation und zum Transportziel vermittelt. Fallbeispiele zeigen häufige Fehleinschätzungen und deren Konsequenzen.
Unfälle im Wintersport stellen Rettungsdienste regelmäßig vor besondere Herausforderungen. Hohe Geschwindigkeiten, schwieriges Gelände, Kälte und ein oft aufwendiger Patiententransport prägen die präklinische Versorgung. Welche Verletzungsmuster sind typisch, welche Verletzungen treten besonders häufig auf und welche werden leicht übersehen? Zudem werden die Besonderheiten der strukturierten Patientenversorgung nach dem X-ABCDE-Schema unter den speziellen Bedingungen in Wintersportgebieten beleuchtet – von der Erstversorgung bis zum sicheren Transport.
Die Rapid Sequence Induction (RSI) beim schwerverletzten Kind gehört zu den anspruchsvollsten Maßnahmen im Rettungsdienst. Anatomische Besonderheiten, geringe physiologische Reserven und die hohe Fehleranfälligkeit machen ein strukturiertes Vorgehen essenziell. Der Vortrag vermittelt praxisorientierte Algorithmen zur Indikationsstellung, Vorbereitung und Durchführung der RSI unter präklinischen Bedingungen. Besondere Schwerpunkte sind Airway-Management, Medikamentenauswahl, hämodynamische Stabilisierung und das Management schwieriger Atemwege.
Ein kleines Update und Upgrade rund um die Sauerstofftherapie – was ist nötig und möglich? Praktische Anwendung, ein bisschen Hintergrund und Raum für Verbesserung.
Amok, Terror, Sprengstoff, sabotageassoziierte Anschläge: Die Bedrohungslage in Deutschland hat sich verändert, und der zivile Rettungsdienst ist bei solchen Einsätzen oft zuerst am Ort, bevor der Raum gesichert ist. Das aus der Militärmedizin stammende Konzept taktischer Zonen (Hot/Warm/Cold) ist über TECC längst im zivilen Bereich angekommen und beantwortet die entscheidenden Fragen: Wo darf ich hin? Wann behandeln, wann evakuieren? Und wie schütze ich mich selbst? Der Vortrag überträgt Zonenkonzepte, Gefahren- und Evakuierungsdistanzen sowie Verhaltensregeln (Run-Hide-Tell-Fight) praxisnah in den Regelrettungsdienst. Als Anästhesist der Uniklinik RWTH Aachen, Leitender Notarzt und in der taktischen Medizin verwurzelter Reservist verbindet Kai Clasen militärische und zivile Notfallmedizin.
In den letzten Jahren waren Krankheitsbilder wie die Reanimation nach Trauma Gegenstand von Diskussionen. Clamshell-Thorakotomie, REBOA und präklinische Transfusion sind Schlagwörter, die immer wieder in diesem Zusammenhang fallen. Die eigentliche Herausforderung ist allerdings, die Besonderheiten des Krankheitsbildes zu kennen und dieses Wissen in die Praxis zu transferieren. In diesem Vortrag wollen wir uns mit dem Algorithmus des ERC zur Reanimation nach Trauma auseinandersetzen und einen Blick auf die aktuelle Evidenz werfen, um zu schauen, ob wir unsere Arbeit bei diesem seltenen Krankheitsbild einmal kritisch überprüfen müssen.
Willkommen zum dritten Kongresstag: Wir führen dich kurz durch den Tag und sprechen darüber, welche Vorträge dich erwarten. Wir freuen uns auf dich!
Der Vortrag gibt einen Einblick in die prähospitale ECPR-Versorgung (OHeCPR) durch das MIC-Team Stuttgart. Anhand eigener Einsatzerfahrungen werden Indikationsstellung, Patient:innen- und Einsatzselektion, logistische Herausforderungen sowie Zeitfaktoren und klinische Ergebnisse diskutiert. Ergänzend werden aktuelle Evidenz, Leitlinienempfehlungen und praktische Aspekte der Implementierung eines präklinischen ECPR-Programms vorgestellt.
Was lange währt, wird auch dieses Mal bestimmt nicht gut! Mit einem schicken neuen Digital-Teaching-Award im Gepäck und einer noch stylischeren Sonnenbrille heißt es wieder: Kopf aus, Quiz an! Packt euch euer Handy, macht euer Kaltgetränk auf und startet mit einem lockeren Quiz irgendwo zwischen lehrreich und Quatsch in den Samstagabend.
Nach dem ersten "Ballon" im letzten Jahr jetzt der nächste Schritt – 7 Tage Beatmung, jeden Tag ein neues Thema. Nach allen Tagen hast du einen Gesamtüberblick von NIV bis zu invasiver Beatmung, von Abkürzungen hin zu "Ach, so ist das" . Notfallbeatmung einfach – das ist das Ziel der gesamten Reihe. Du kannst nicht an allen Tagen teilnehmen? Kein Problem, die Themen sind in sich geschlossen.
Die Sepsis wird präklinisch häufig nicht erkannt – insbesondere, wenn der Infektionsfokus nicht offensichtlich ist. Dieser Vortrag schärft den Blick für atypische Präsentationen und unspezifische Symptome bei Kindern und Erwachsenen. Anhand realitätsnaher Fallbeispiele werden typische diagnostische Fallstricke aufgezeigt. Ziel ist es, die Sensibilität für Sepsis zu erhöhen und frühzeitig die richtigen Maßnahmen einzuleiten.
Aufbauend auf der Problematik der häufig verzögerten Diagnosestellung vermittelt dieser Vortrag konkrete Strategien zur präklinischen Versorgung von Sepsis-Patient:innen. Inhalte sind strukturierte Einschätzung, differenzierte Volumentherapie, frühzeitige Eskalation sowie Priorisierung von Maßnahmen im Rettungsdienst. Besonderheiten zwischen pädiatrischen und erwachsenen Patient:innen werden klar herausgearbeitet, um Handlungssicherheit in beiden Patientengruppen zu gewährleisten.
Neben den bekannten Notfällen gibt es eine Vielzahl seltener oder atypischer Krankheitsbilder, die präklinisch leicht übersehen werden. Dieser Vortrag widmet sich genau diesen "blinden Flecken“: von metabolischen Entgleisungen über seltene neurologische Erkrankungen bis hin zu atypischen Infektionsverläufen. Ziel ist es, diagnostisches Denken zu erweitern und Sicherheit im Umgang mit ungewöhnlichen Einsatzsituationen zu schaffen.
Die Anaphylaxie beim Kind ist ein zeitkritischer Notfall mit oft dynamischem Verlauf. Dieser Vortrag vermittelt ein klares, leitlinienorientiertes Vorgehen – von der frühzeitigen Erkennung bis zur konsequenten Therapie. Im Fokus stehen die richtige Indikation und Applikation von Adrenalin, Dosierungssicherheit sowie das Management schwerer Verläufe. Häufige Fehler im präklinischen Setting werden gezielt adressiert.
Bei einem außerklinischen Herz-Kreislaufstillstand entscheidet jede Minute: Reanimationsmaßnahmen und – sofern indiziert – Frühdefibrillation sollten daher bereits vor dem Eintreffen des Rettungsdienstes erfolgen. Diese Session zeigt, wie smartphonebasierte First-Responder-Systeme, Public-Access-Defibrillation und AED-Drohnen die Überlebenschancen messbar verbessern. Anhand aktueller Daten und Praxisbeispiele erfahren Sie, wo wir stehen, was bereits funktioniert – und welche nächsten Schritte für eine flächendeckende Umsetzung entscheidend sind.
Die bestmögliche notfallmedizinische Versorgung im Rettungsdienst kann durch Handlungsanweisungen und SOPs beschrieben und geschult oder anhand der Routinedokumentation analysiert werden. Wie sie allerdings an Patient:innen tatsächlich erfolgt, kann am besten im Einsatz beobachtet werden. Wir wollen beschreiben, ob strukturierte Supervision als neues Tool im Rettungsdienst einen Beitrag zur Qualitätssicherung und -verbesserung leisten kann.
Eine LIVE-Übung.
Für viele vielleicht schon ein alter Hut, für manche aber doch noch neu? Gibt es STEMI und NSTEMI nicht mehr? Dieser Vortrag soll Orientierungshilfe sein und Einblicke in die rettungsdienstliche Diagnose „ACS“ und seine Praxisrelevanz für den interventionellen Kardiologen ermöglichen. Im Anschluss fällt vielleicht die Entscheidung etwas leichter, wie man am besten mit einem auffälligen EKG im ACS umgeht.
Die Anzahl an adipösen Menschen in der sogenannten „ersten Welt“ steigt stetig an, regelmäßig haben wir im Rettungsdienst Kontakt zu adipösen Patient:innen. Doch welche Probleme erwarten uns bei kritisch kranken Patient:innen mit morbider Adipositas? In diesem Vortrag beschäftigen wir uns tiefergehend mit dem Krankheitsbild der Adipositas und hören Erfahrungsberichte aus einem der größten Zentren für Adipositaschirurgie in Deutschland.
Das Schädel-Hirn-Trauma (SHT) ist eines der häufigsten Verletzungen in der Notfallmedizin. Je höhergradig es ist, desto wichtiger sind die korrekte Einordnung und die Einhaltung relevanter Behandlungsprinzipien. In diesem Vortrag sollen die wichtigen Pathomechanismen des SHT beschrieben und die wichtigsten präklinischen Maßnahmen benannt werden.
"ABO oder Rhesus-positiv" – das ist vermutlich fast jedem ein Begriff. Das es noch über 40 weitere Blutgruppensysteme gibt und es immer mehr werden – das wissen nur wenige. Was sind Blutgruppen eigentlich? Braucht "Mutter Natur" sie überhaupt? Und was hat das Immunsystem damit zu tun? In diesem Vortrag werfe ich mal einen ungewöhnlichen Blick auf ABO und Co. und vielleicht einigen überraschenden Fakten aus dem Blutgruppen-Universum.
Bergfest! Wir führen dich kurz durch den Tag und sprechen darüber, welche Vorträge dich erwarten. Wir freuen uns auf dich!
Nach dem ersten "Ballon" im letzten Jahr jetzt der nächste Schritt – 7 Tage Beatmung, jeden Tag ein neues Thema. Nach allen Tagen hast du einen Gesamtüberblick von NIV bis zu invasiver Beatmung, von Abkürzungen hin zu "Ach, so ist das" . Notfallbeatmung einfach – das ist das Ziel der gesamten Reihe. Du kannst nicht an allen Tagen teilnehmen? Kein Problem, die Themen sind in sich geschlossen.
Die Auswirkungen der Klimakrise haben gravierende Folgen für das Gesundheitswesen – sowohl medizinisch als auch taktisch und organisatorisch. Gleichzeitig müssen das Gesundheitswesen und der Rettungsdienst auch (mehr) Verantwortung für ihr Handeln übernehmen. Der Vortrag beleuchtet Konsequenzen und Handlungsmöglichkeiten für Akteur:innen im Gesundheitswesen.
Wir kennen es alle: Der Rettungsdienst ist als Engpassberuf von hoher Fluktuation und geringer Verweildauer geprägt – gut ausgebildete Menschen wandern allzu schnell wieder ab. Aktuelle Projekte und Reformen sind richtig und wichtig – aber auch das Potenzial älterer Mitarbeiter:innen kann einen wichtigen Beitrag zur zukünftigen Gestaltung des deutschen Rettungsdienstes darstellen. Der Vortrag beleuchtet die Ressourcen älterer NotSan im Rahmen einer qualitativen Interviewstudie.
This presentation will introduce how South Korea has developed its CBRN preparedness mindset while living next to a persistent security threat. It will discuss the practical lessons that European emergency medical services, civil protection agencies, and disaster medicine systems can learn from the Korean experience. The session will also highlight the importance of integrating clinical preparedness, civil protection planning, public communication, and scenario-based education for future CBRN incidents.
Der Sudan zählt zu den ärmsten Ländern weltweit. Medizinische Hilfe durch Material ist dringend erforderlich, aber Ausbildung ist auch wichtig. Erweiterte Maßnahmen bei lebensbedrohlichen Notfällen zu unterrichten hilft Pflegenden und Ärzt:innen gleichermaßen.
Im Notfalleinsatz zählt jede Sekunde – besonders bei schwangeren Patientinnen. Der Mutterpass ist hier ein zentrales medizinisches Dokument, wirkt auf den ersten Blick durch seine zahlreichen Abkürzungen und Tabellen jedoch oft unübersichtlich. Dieser Vortrag bringt Licht ins Dunkel und vermittelt kompakt das nötige Wissen für den Rettungsdienst: Grundlagen: Wie ist der Mutterpass strukturiert und wie liest man ihn effizient? Fachsprache & Abkürzungen: Das „Fachchinesisch“ schnell und sicher entziffern. Relevante Inhalte im Notfall: Welche Angaben (z. B. Gestationsalter, Risikofaktoren, Blutgruppe, Vorerkrankungen) sind für die Erstversorgung und den Transport wirklich entscheidend? Nach dem Vortrag nutzt ihr den Mutterpass im Notfall als schnelles, wertvolles Werkzeug zur Patientensicherheit.
Notfälle in der Schwangerschaft stellen das Rettungsdienstpersonal vor besondere fachliche und emotionale Herausforderungen. Neben der akuten medizinischen Versorgung müssen organisatorische Abläufe und Schnittstellen reibungslos ineinandergreifen, um Mutter und Kind optimal zu schützen. Dieser Vortrag bietet praxisnahe Orientierung und konkrete Handlungsoptionen für den Einsatzalltag: Erstversorgung und Notfallmanagement bei verschiedenen Einsatzszenarien; Welches Zielkrankenhaus ist das richtige? Versorgungsstufen (Perinatalzentren Level I–III vs. Regelversorgung) richtig einschätzen und ansteuern; Strukturierte und zielgerichtete Übergabe an das Fachpersonal im Kreißsaal – Informationen auf den Punkt bringen, um wertvolle Zeit zu sparen. Das Ziel: Mehr Handlungssicherheit in komplexen Einsatzszenarien sowie eine reibungslose Schnittstellenkommunikation zwischen Rettungsdienst und dem Kreißsaal.
Wer in Stäben keine Fehler macht, hat vermutlich noch nie unter Druck entschieden. Zeitdruck, Informationsmangel, Hierarchien und widersprüchliche Lagebilder gehören zum Alltag von Krisenstäben. Fehler sind dabei unvermeidbar – entscheidend ist der Umgang mit ihnen. Der Vortrag verbindet aktuelle Erkenntnisse zur Fehlerkultur mit praxisnahen Einsatzbeispielen und zeigt, wie lernfähige Stäbe entstehen.
Die Katastrophe von Ramstein veränderte den Bevölkerungsschutz nachhaltig. Viele Konzepte, die heute bei einem Massenanfall von Verletzten selbstverständlich erscheinen, entstanden nicht am Reißbrett – sondern als Antwort auf die Erfahrungen dieses Einsatzes. Der Vortrag zeigt, welche medizinischen und taktischen Schwachstellen 1988 sichtbar wurden und wie daraus moderne Verfahren wie strukturierte Sichtung, Transportsteuerung, Führungsorganisation, psychosoziale Notfallversorgung und standardisierte Medizintechnik entstanden. Eine Reise durch fast vier Jahrzehnte Weiterentwicklung des MANV-Managements – mit direktem Bezug zur heutigen Einsatzpraxis.
Seltene Dinge stellen uns vor Herausforderungen. Herausforderungen, die wir nicht meistern können, denn wir beherrschen sie nicht gut und sicher. Was aber für uns alle wichtig ist, ist das Befassen mit dem Thema… zu schauen was gut lief und was weniger gut gelaufen ist. Ein MANV mit 5 Reanimationen, alle kontaminiert. Alle intoxikiert. Was ist die Erkenntnis dieses Einsatzes und welche Konsequenzen erwachsen daraus auch im Hinblick auf potentiell bedrohliche Lagen durch Terrorismus und Krisen weltweit.
Warum SGA ein wichtiger Versorgungsbestandteil ist und warum es Zeit wird, auf Fakten und nicht auf Mythen zu achten!
Gute Führung im Rettungsdienst ist weit mehr als eine Qualifikation auf dem Papier: Sie ist das Fundament in der Chaosphase jedes Einsatzes. Wir beleuchten Führungsstrukturen nach FwDV 100 und schauen ehrlich darauf, wo Führung unter extremem Stress an ihre Grenzen stößt und wie wir trotzdem handlungsfähig bleiben. Ein knackiger Impuls für alle, die als Erste am Einsatzort die Orientierung geben müssen.
Ein Tag voller spannender Themen: Wir führen dich kurz durch den Tag und sprechen darüber, welche Vorträge dich erwarten. Wir freuen uns auf dich!
Nach dem ersten "Ballon" im letzten Jahr jetzt der nächste Schritt – 7 Tage Beatmung, jeden Tag ein neues Thema. Nach allen Tagen hast du einen Gesamtüberblick von NIV bis zu invasiver Beatmung, von Abkürzungen hin zu "Ach, so ist das" . Notfallbeatmung einfach – das ist das Ziel der gesamten Reihe. Du kannst nicht an allen Tagen teilnehmen? Kein Problem, die Themen sind in sich geschlossen.
Gemeinsam schauen wir uns verschiedene Einsatzsituationen rund um das Leitsymptom „neurologisches Defizit“ an. In interaktiven Fallbeispielen gehen wir über BE-FAST und die Behandlung eines Krampfanfalls hinaus. Was versteckt sich noch alles dahinter?
Hilfe, was mache ich denn jetzt?! Was ist das eigentlich? Wie fühlt sich das an? Früher ging es mir auch so, heute weiß ich, wie es sich anfühlt und kenne einige Methoden, die Betroffenen helfen können. Diese möchte ich euch näherbringen.
Zwischen erhobenem Schmerz und therapeutischer Entscheidung besteht im Rettungsdienst häufig eine Diskrepanz. Medical Gaslighting beeinflusst dabei unbewusst unser Handeln, etwa bei der Analgesie. Die Session zeigt anhand konkreter Beispiele, wie solche Verzerrungen entstehen, welche Folgen sie haben und wie wir durch gezielte Reflexion und Ausbildung unsere Entscheidungsqualität verbessern können.
Wohnungslose Menschen zählen zu den vulnerabelsten Patientengruppen im Rettungsdienst. Komplexe somatische und psychische Erkrankungen, Suchterkrankungen, Traumatisierungen sowie gegenseitiges Misstrauen erschweren häufig die präklinische Versorgung. Gleichzeitig ist der Rettungsdienst insbesondere für diese Menschen die einzige rund um die Uhr erreichbare Anlaufstelle des Gesundheitssystems. Der Vortrag vermittelt einen praxisnahen Überblick über die gesundheitliche Situation wohnungsloser Menschen, rechtliche und ethische Aspekte sowie konkrete Handlungsempfehlungen für Notfallsanitäter:innen. Anhand typischer Einsatzsituationen werden Möglichkeiten aufgezeigt, durch professionelle Kommunikation und eine wertschätzende Haltung Vertrauen aufzubauen, Exklusion zu verringern und die Versorgungsqualität zu verbessern.
Pflegende Angehörige sind die oft unsichtbaren Leistungsträger im Gesundheitssystem – und gleichzeitig Menschen am Limit. Für Notfallsanitäter:innen sind sie weit mehr als Begleitpersonen: Sie sind Informationsquelle, Mitbetroffene, Mitentscheidende und nicht selten selbst in einer akuten Belastungssituation. Der Vortrag beleuchtet ihre Rollen und Bedürfnisse sowie die Herausforderungen an der Schnittstelle von Rettungsdienst, Krankentransport und häuslicher Versorgung. Anhand praxisnaher Beispiele wird aufgezeigt, wie Kommunikation, Empathie und ein geschärfter Blick für die Situation pflegender Angehöriger zu einer besseren Versorgung aller Beteiligten beitragen können. Ein Impuls für den professionellen Umgang mit einer oft übersehenen Zielgruppe – im Einsatz und darüber hinaus.
Gemeinsam schauen wir uns Betäubungsmittel-Notfälle aus Sicht des Rettungsdienstes an. Dabei sprechen wir über typische Substanzen, mögliche Intoxikationen und darüber, was uns im Einsatz begegnen kann. Außerdem klären wir, woran wir unterschiedliche Verläufe erkennen und welche Maßnahmen in der präklinischen Versorgung sinnvoll sind.
Opfer sexueller Gewalt stellen den Rettungsdienst vor besondere fachliche und menschliche Herausforderungen. In diesem Kurzvortrag gibt es ein kompaktes Update zu einem sensiblen Einsatzfeld – mit Fokus auf den Umgang mit Betroffenen, forensischen Aspekten und der Bedeutung einer professionellen, empathischen Versorgung.
Medizin und Gesellschaft werden zunehmend mit den Folgen einseitiger Fokussierung auf den männlichen Körper als universell gültiges und einsetzbares Modell konfrontiert. Die Begriffe Gender Data Gap und Gender Pain Gap formulieren konkret einen Missstand, der akademisch beginnt und sich in den Alltag der Schmerztherapie fortsetzt. Aber betrifft uns Behandelnde das tatsächlich oder handelt es sich nur um ein „Modethema“? Und wenn es uns betrifft – wie damit umgehen?
Wie gehen wir vor, wenn es mehr als der Standard-Transport ist? Im Vortrag werden besondere Herausforderungen und spezielle Transportsituationen beleuchtet.
Präventionsmedizin ist vielleicht der größte ungehobene Schatz in der modernen Medizin. Obwohl ein ganz überwiegender Teil chronischer Erkrankungen ihren Ursprung im Lebensstil haben (KHK, Diabetes mellitus, Adipositas, pAVK...), führt Präventionsmedizin an vielen Stellen ein Nischendasein. Warum ist das so? "Vorbeugen ist besser als Heilen" ist ein gängiger Spruch dazu – in diesem Vortrag beleuchte ich die Chancen der Präventionsmedizin, schaue einmal über den Tellerrand, wo Deutschland im internationalen Vergleich steht und beleuchte die Frage, ob wir mehr Präventionsmedizin wagen sollten...
Was können wir aus der Seefahrt lernen? SAFE! Jede:r Schiffsärzt:in braucht ein Zertifikat in Sexual Assault Forensic Examination. Warum ist das "an Land" eigentlich keine Pflicht? Der Vortrag wird einen Überblick über das Training und die darin erworbenen Skills geben, aber natürlich vor allem einen tiefen Blick hinter die Kulissen der Seefahrt.
Wir möchten mit dir diskutieren, uns austauschen und sensibilisieren. Dies ist ein Safe-Space, wir dulden nicht, falls jemand unsachlich wird.
In der präklinischen Notfallversorgung werden die Weichen für die weitere Versorgung gestellt. Dabei spielen auch individuelle Faktoren der Patient:innen und Behandelnden eine entscheidende Rolle und müssen berücksichtigt werden. In diesem Vortrag werden evidenzbasiert Geschlechterunterschiede bei wichtigen Leitsymptomen, Behandlungszeiten sowie in der Kommunikation mit Patient:innen sowie bei der Übergabe beleuchtet. Praktische Handlungsempfehlungen für eine geschlechtersensible Versorgung werden aufgezeigt, eigene Geschlechterstereotype reflektiert und das Bewusstsein für den Einfluss von Geschlecht auf die Notfallmedizin erhöht. Ziel ist es, die notfallmedizinische Versorgung für alle gleichwertiger zu machen und bestehende Unter- oder Fehlversorgung zu minimieren.
Der vorletzte Kongresstag beginnt. Wir führen dich kurz durch den Tag und sprechen darüber, welche Vorträge dich erwarten. Wir freuen uns auf dich!
Nach dem ersten "Ballon" im letzten Jahr jetzt der nächste Schritt - 7 Tage Beatmung, jeden Tag ein neues Thema. Nach allen Tagen hast du einen Gesamtüberblick von NIV bis zu invasiver Beatmung, von Abkürzungen hin zu "Ach, so ist das" . Notfallbeatmung einfach - das ist das Ziel der gesamten Reihe. Du kannst nicht an allen Tagen teilnehmen? Kein Problem, die Themen sind in sich geschlossen.
Kleine Menschen stellen Einsatzkräfte vielfach vor große Herausforderungen. Die psychische Belastung im Zusammenhang mit Kindernotfällen steht im Mittelpunkt dieses Workshops. Ausgehend von euren Erfahrungen schauen wir, was im Umgang mit kleinen Menschen hilfreich ist, um gut aus dem Einsatz herauszukommen. Gelungene Beispiele für das Zusammenwirken von PSNV und Rettungsdienst runden den Workshop ab.
Gemeinsam arbeiten wir uns durch verschiedene praxisnahe Fälle aus dem Rettungsdienstalltag. Dabei könnt ihr aktiv mitentscheiden, diagnostische und therapeutische Maßnahmen auswählen und so den Verlauf der Fälle beeinflussen. Neben medizinischen Entscheidungen geht es auch um Kommunikation, Teamarbeit und die kleinen und großen Herausforderungen, die uns im Einsatzalltag begegnen.
CRM ist in aller Munde, aber was bedeutet CRM wirklich und ist es mit den 15 Leitsätzen getan?
Eine 95-jährige Patientin erleidet einen Herz-Kreislauf-Stillstand. Bei Eintreffen des Rettungsdienstes zeigt das Monitoring Kammerflimmern, nach der Defibrillation folgt eine Asystolie. Trotz leitliniengerechter, 30-minütiger Reanimation kann kein ROSC erreicht werden. Auffällig bleibt jedoch eine kontinuierliche agonale Atmung. Nach Beendigung der Reanimationsmaßnahmen und Feststellung des Todes tritt fünf Minuten später ein spontaner Kreislauf wieder ein – ein seltenes, aber dokumentiertes Ereignis, das als Lazarus-Phänomen bezeichnet wird. Im Fokus stehen insbesondere praxisrelevante Aspekte, die in den Leitlinien bislang nicht eindeutig geregelt sind.
Ursprünglich als Inhalationsanästhetikum entwickelt, hat sich Methoxyfluran heute als wirksames Analgetikum für die präklinische Schmerztherapie etabliert. In einem gemeinsamen ärztlichen und paramedizinischen Dialog werden Evidenz, Vor- und Nachteile sowie die unterschiedlichen Einsatzmöglichkeiten und Erfahrungen mit Penthrox® im D-A-CH-Raum kritisch beleuchtet.
Gemeinsam schauen wir uns verschiedene Einsatzsituationen an, in denen die nichtinvasive Beatmung eine entscheidende Rolle spielen kann. Anhand interaktiver Fallbeispiele beschäftigen wir uns mit CPAP und weiteren Möglichkeiten der NIV-Beatmung in der Präklinik. Dabei trefft ihr selbst Entscheidungen, wählt passende Einstellungen und Maßnahmen aus und beeinflusst so den Verlauf der Fälle. Gemeinsam besprechen wir, wann NIV sinnvoll ist, worauf wir bei der Anwendung achten sollten und wo ihre Grenzen liegen.
Eine kritisch kranke Person, wenig Zeit und unzählige mögliche Ursachen. Wie erkennst du die verschiedenen Schockformen und triffst die richtigen therapeutischen Entscheidungen? Anhand eines realen Einsatzes arbeitest du dich Schritt für Schritt durch Diagnostik, Differenzierung und Therapie. Praxisnah, strukturiert und mit konkreten Handlungsempfehlungen für den rettungsdienstlichen Alltag.
Wir kennen es alle - Trauma, COPD, Reanimation - alles wird souverän abgearbeitet ... und dann kommt der Satz "kann mal jemand das Beatmungsgerät fertigmachen?" Lasst uns gemeinsam einen Schritt für Schritt - Approach entwickeln, der uns auch hier ein sicheres Gefühl gibt. was bedeutet vorbereiten, was stelle ich ein, was kann eine SOP beinhalten? Mit einem guten mentalen Modell ist das ganz einfach.
Unsere Fallvorstellung bietet einen eindrucksvoller Einblick in die Arbeit der Luftrettung, die sich durch besondere organisatorische, medizinische und logistische Herausforderungen auszeichnet. Der Einsatz verdeutlicht, wie komplex die Versorgung von Patient:innen unter den Bedingungen eines luftgestützten Transports sein kann.
Clinical Governance steht für strukturierte Qualität, klare Verantwortung und kontinuierliches Lernen – gelebte Praxis im UK, blinder Fleck im deutschen Rettungsdienst? Der Vortrag zeigt, warum SOPs allein nicht reichen, wie Fehlerkultur, Audit und Leadership Versorgung verbessern und welche Bausteine sofort übertragbar sind. Ein Impuls für mehr System statt Zufall in der Notfallmedizin.
Der Melder alarmiert zur dringlichen Verlegung ... was muss ich wissen, wie kann ich mich vorbereiten und nach welchem Konzept erfolgt die Übernahme in der Notaufnahme. Eine 45 minütige Reise von der Notaufnahme bis zum Maximalversorger.
Spannende Einblicke in eine Schicht mit Ulrike Bommas-Ebert
Das Leitsymptom „Thoraxschmerz“ wie auch die „akute Dyspnoe“ landen allzu oft in der kardiologischen Notaufnahme. Dahinter versteckt sich eine Vielzahl von verschiedenen Diagnosen, die (leider) oftmals durch Rettungsdienst und Notaufnahmepersonal nicht korrekt zugeordnet werden, dabei ist der Weg zur Diagnose oft gar nicht schwer, verlangt aber etwas strukturierte Denkarbeit. An einigen hoffentlich kurzweiligen Originalfällen aus der Praxis soll dies etwas näher demonstriert werden.
Willkommen zum finalen Kongresstag! Wir führen dich kurz durch den Tag und sprechen, darüber welche Vorträge dich erwarten. Wir freuen uns auf dich!
Nach dem ersten "Ballon" im letzten Jahr jetzt der nächste Schritt - 7 Tage Beatmung, jeden Tag ein neues Thema. Nach allen Tagen hast du einen Gesamtüberblick von NIV bis zu invasiver Beatmung, von Abkürzungen hin zu "Ach, so ist das" . Notfallbeatmung einfach - das ist das Ziel der gesamten Reihe. Du kannst nicht an allen Tagen teilnehmen? Kein Problem, die Themen sind in sich geschlossen.
Krisen und Katastrophen betreffen alle Menschen, aber nicht alle in gleichem Maße. Diese Diversität der Bevölkerung wird in Einsatzkonzepten und Maßnahmen bisher wenig mitgedacht. In der Session soll es darum gehen zu verstehen, warum es einen "inklusiven Bevölkerungsschutz" braucht, was dieser umfasst, wo wir in Deutschland stehen und wo und wie wir besser werden können.
Der Bundesverband Deutscher Bestatter und die ihm angeschlossenen Landesverbände haben in den zurückliegenden Jahren die Struktur der so genannten Bestatter-Notfallteams auf Bundes- und Landesebene etabliert und bauen diese weiterhin aus. Aufgabe der Notfallteams ist es, sowohl Schnittstelle zwischen Behörden und Hilfsorganisationen sowie den lokalen Mitgliedsbetrieben der Landesverbände zu sein, und zum anderen spezielle Kompetenzen im Umgang mit Verstorbenen bereitzustellen. Während die Notfallteams dabei eher die nationale Komponente abbilden, hat es sich der humanitäre Verein Death Care Germany zur Aufgabe gemacht, weltweit in Katastrophengebieten fachspezifische Hilfe zu leisten, so wie zuletzt im Erdbebengebiet in Venezuela. Beides, die Notfallteams und Death Care, sowie deren aktuelle Entwicklungen in den zurückliegenden Monaten sollen in diesem Vortrag vorgestellt werden.
Im Vortrag wird es um Indikationen, Ablauf, Technik, Medizin, Einsatzbeispiele und Limitationen bei urbanen Windeneinsätzen gehen.
In dieser Session treffen zwei Generationen Rettungsdienst aufeinander: Ein angehender Notfallsanitäter im zweiten Ausbildungsjahr, der nach aktuellen Leitlinien, SOPs und digitalen Tools arbeitet – und ein Notfallsanitäter mit 25 Jahren Erfahrung, Praxisanleiter und Fachdozent für Notfallmedizin. Beide machen den gleichen Beruf, aber mit unterschiedlichen Blickwinkeln: frisches Wissen trifft auf Erfahrung. Das Besondere: Die beiden sind Vater und Sohn. Damit endet Ausbildung nicht mit dem Dienst – und fachliche Diskussionen finden auch am Küchentisch statt. Gemeinsam geben sie einen humorvollen Einblick in ihren Arbeitsalltag zwischen Flughafenrettung und Werksrettungsdienst und zeigen, warum Rettungsdienst dann am besten funktioniert, wenn Generationen voneinander lernen.
Chamäleon im Blaulicht – eine Take-Home-Message: Im Rettungsdienst gibt es nicht die eine Realität. Ein Einsatz, drei Perspektiven: die Patient:innen, das Rettungsteam, das Umfeld. Dazwischen liegt immer ein Filter. Geprägt durch Erfahrung, Stress, Erwartungen, Emotionen und unsere Rolle im Einsatz. Wahrnehmung ist kein Fakt. Sie ist ein Filter – und der Filter sieht bei jedem anders aus. Professionalität bedeutet deshalb nicht, immer gleich zu handeln oder „farblos“ zu sein. Sondern die richtige Farbe zur richtigen Zeit zu zeigen: zuhören statt bewerten, erklären statt abarbeiten, anpassen statt verhärten. Denn gute Rettung ist mehr als Maßnahmen. Sie bedeutet, weniger Konflikte, bessere Zusammenarbeit, ruhigere Einsätze – und am Ende auch mehr Zufriedenheit für uns selbst. Nicht nur für die anderen. Auch für uns!
Mit der bundesweiten Etablierung von Medical Task Forces (MTF) schafft der Bund eine hochmobile, für längerfristige EInsätze ausgestattete taktische Einheit, die sich in unterschiedlichen Ausrollstadien befindet. Neben Transport- und Behandlungskomponenten finden sich hierbei explizit aus CBRN-Einheiten, die den besonderen Herausforderungen dieser Lagen gerecht werden. Der vorliegende Vortrag verschafft einen Überblick über die Einheiten, deren Indikationsspektren, aber auch deren Limitationen.
Ob im Alltag oder im Beruf, der Fehler ist unser ständiger Begleiter. Nicht jeder Fehler führt zu großen Folgen, aber häufig genug stellen wir uns die Frage “Wie konnte das denn passieren?”. In diesem Vortrag soll die Fehlerentstehung näher betrachtet werden und wie wir unseren Umgang mit eigenen und fremden Fehlern reflektieren sollten.
Wie jedes Jahr ist dies der krönende Abschluss des Kongresses! Wir kühren unsere hervorragenden Dozenten und zeichnen ihre herausragende Arbeit aus! Ihr alle könnt während des Kongresses voten und mitbestimmen, wer die Auszeichnungen bekommen wird!
Endometriose betrifft viele Patientinnen und wird dennoch häufig erst nach Jahren diagnostiziert. Diese Präsentation vermittelt aktuelles Wissen zu Symptomen, Diagnostik und Versorgung sowie praxisnahe Einblicke aus medizinischer und persönlicher Perspektive. Sie soll dazu beitragen, Endometriose früher zu erkennen, Betroffene besser zu begleiten und die Versorgung nachhaltig zu verbessern.
Immer wieder kommt es an Einsatzstellen zu Diskussionen zwischen Rettungsdienst und Feuerwehr. Wir stehen an der gleichen Einsatzstelle, haben dasselbe Ziel und doch sprechen wir unterschiedliche Sprachen und verlangen Sachen, die für uns selbstverständlich, jedoch für das Gegenüber absolut fremd sind. Was können wir als RD von der FF verlangen und was von der BF? Was können diese beiden von uns verlangen? Wie gestalten wir die Einsatzstellen so, dass aus beiden Bereichen das Beste rausgeholt werden kann?
Ist die Hypotonie ein Symptom oder ein Krankheitsbild? Wie funktioniert die oszillometrische RR-Messung und wann scheitert sie? Im Vortrag schauen wir uns die Einflussfaktoren auf die RR-Messung an und klären: Behandeln wir jede Hypotonie gleich?
Die präklinische Notfallnarkose zählt zu den anspruchsvollsten Maßnahmen im Rettungsdienst. Doch welche Vorgehensweisen sind wirklich evidenzbasiert und welche beruhen auf langjährigen Gewohnheiten? Der Vortrag beleuchtet aktuelle Erkenntnisse, hinterfragt etablierte Standards und zeigt praxisnahe Ansätze für eine moderne und sichere Durchführung auf.