Abstand schützt - klingt plausibel ist aber nur die halbe Wahrheit: Einsatzkräfte, die sich aus der Ferne einbringen, die Daten sammeln, Entscheidungen treffen und Einsätze führen oder unterstützen haben mit besonderen psychischen Belastungen zu kämpfen. Der Workshop zeigt nicht nur, wo Belastungen entstehen, sondern gibt auch praxistaugliche Hinweise für den Umgang mit diesen.
Die schnelle Bestimmung von Laborparametern am Patientenbett (Point-of-Care [POC]) ist fester Bestandteil der klinischen Notfall- und Intensivmedizin. Eine Anwendung in der prähospitalen Notfallmedizin ist bis heute eher als Ausnahme anzusehen. Insbesondere die Blutgasanalyse (BGA) ist geeignet wesentliche Informationen über akut behandlungsbedürftige Erkrankungen zu liefern. Die BGA kann hilfreich sein eine korrekte Behandlungsentscheidung zu treffen und dadurch möglicherweise das Outcome des Patienten zu verbessern. Durch eine BGA ist die quantitative Bestimmung und Berechnung relevanter Gaspartialdrücke in der Blutlösung sowie die Bewertung hämatologischer Parameter und Elektrolytkonzentrationen in venösen oder arteriellen Blutproben möglich. Im Vortrag sollen die Grundlagen des Verfahrens erläutert werden und mögliche Einsatzgebiete aufgezeigt werden.
Das neurologische Defizit ist eines der häufigsten Einsatzbilder - wie cool wäre es, wenn wir bereits am Einsatzort zwischen Hirnblutung und Ischämie unterscheiden könnten? In dieser Session werfen wir einen Blick auf aktuelle Zahlen und diskutieren sämtliche Neuigkeiten zum GFAP Test.
Die Telenotfallmedizin ist in der Bundesrepublik Deutschland in vielen Bundesländern bereits weit verbreitet, in anderen ist die Etablierung im Gange. Die aktuelle Veranstaltung gibt eine Einführung in die Thematik, Indikationen und Kontraindikationen sowie Chancen und Limitationen dieses innovativen Werkzeugs.
Gerade im Zusammenhang mit dem §2a des NotSanG ist das Beherrschen einer Maßnahme in den Vordergrund gerückt. Denn nur dann darf sie angewendet werden. Was bedeutet das und wann kann man von "beherrschen" sprechen und welche Maßnahmen kommen dafür in Betracht?
Gamifizierung muss weder aufwendig noch teuer sein. Bereits mit einfachen Mitteln lassen sich Lerninhalte aktiver, motivierender und nachhaltiger gestalten. Im Vortrag werden praxiserprobte Ideen und Werkzeuge vorgestellt, die sich direkt in der Aus- und Weiterbildung einsetzen lassen. Neben konkreten Beispielen geht es auch um typische Stolpersteine, sinnvolle didaktische Planung und die Frage, wann Gamifizierung einen echten Mehrwert bietet – und wann weniger oft mehr ist. Der Vortrag richtet sich an alle, die ihren Unterricht interaktiver gestalten und neue Impulse für den eigenen Lehralltag mitnehmen möchten.
Der Vortrag vermittelt fortgeschrittene Konzepte der präklinischen Polytraumaversorgung auf Basis der aktuellen Evidenz, Literatur und Leitlinien. Schwerpunkte sind das Volumen- und Hämorrhagiemanagement, prähospitale Transfusionsstrategien, erweiterte Gefäßzugänge einschließlich der präklinischen Arterienkanülierung beim Erwachsenen sowie die Prinzipien der Damage-Control-Resuscitation. Ergänzend werden erweiterte chirurgische Notfallmaßnahmen, deren Indikationen, Limitationen und praktische Umsetzung anhand von Fallbeispielen diskutiert.
Der Vortrag vermittelt die Bedeutung der Hypothermie als Bestandteil der „lethalen Trias“ des Schwerverletzten. Neben den pathophysiologischen Grundlagen werden Risikofaktoren, Auswirkungen auf Gerinnung und Outcome sowie aktuelle Evidenz, Leitlinien und präklinische Präventions- und Therapiemaßnahmen diskutiert. Praktische Strategien zur Temperaturerhaltung und zum aktiven Wärmemanagement werden anhand von Fallbeispielen vorgestellt.
Die präklinische Schmerztherapie bei Kindern stellt Einsatzkräfte regelmäßig vor besondere Herausforderungen: altersabhängige Kommunikation, Unsicherheiten bei Dosierungen und die Angst vor Nebenwirkungen führen nicht selten zu einer Untertherapie. Dieser Vortrag vermittelt strukturierte Ansätze zur kindgerechten Schmerzeinschätzung, evidenzbasierte medikamentöse Strategien sowie praktische Tipps zur sicheren Anwendung gängiger Analgetika im Rettungsdienst. Besonderes Augenmerk liegt auf intranasalen Applikationswegen, nicht-medikamentösen Maßnahmen und der Vermeidung typischer Fehler im Einsatz.
Der Bauernhof ist ein Hochrisiko-Umfeld für Kinder – mit einer Vielzahl potenziell lebensbedrohlicher Gefahren. Dieser Vortrag thematisiert typische Unfallmechanismen wie Überrolltraumata, Maschinenverletzungen, Ertrinkungsunfälle in Güllegruben sowie Intoxikationen. Neben der präklinischen Erstversorgung liegt der Fokus auf Gefahreneinschätzung für Einsatzkräfte, Besonderheiten der Rettung sowie der frühzeitigen Identifikation kritischer Verläufe.
Reitunfälle gehören zu den häufig unterschätzten Hochrasanztraumata im Kindesalter. Dieser Vortrag beleuchtet typische Verletzungsmuster – von stumpfem Thoraxtrauma bis hin zu schweren Schädel-Hirn-Traumata – und deren präklinische Relevanz. Neben der strukturierten Traumaversorgung werden Entscheidungsstrategien zur Einschätzung der Verletzungsschwere, zur Immobilisation und zum Transportziel vermittelt. Fallbeispiele zeigen häufige Fehleinschätzungen und deren Konsequenzen.
Die Rapid Sequence Induction (RSI) beim schwerverletzten Kind gehört zu den anspruchsvollsten Maßnahmen im Rettungsdienst. Anatomische Besonderheiten, geringe physiologische Reserven und die hohe Fehleranfälligkeit machen ein strukturiertes Vorgehen essenziell. Der Vortrag vermittelt praxisorientierte Algorithmen zur Indikationsstellung, Vorbereitung und Durchführung der RSI unter präklinischen Bedingungen. Besondere Schwerpunkte sind Airway-Management, Medikamentenauswahl, hämodynamische Stabilisierung und das Management schwieriger Atemwege.
Ein kleines Update und Upgrade rund um die Sauerstofftherapie - was ist nötig und möglich? Praktische Anwendung, ein bisschen Hintergrund und Raum für Verbesserung.
Der Vortrag gibt einen Einblick in die prähospitale ECPR-Versorgung (OHeCPR) durch das MIC-Team Stuttgart. Anhand eigener Einsatzerfahrungen werden Indikationsstellung, Patienten- und Einsatzselektion, logistische Herausforderungen sowie Zeitfaktoren und klinische Ergebnisse diskutiert. Ergänzend werden aktuelle Evidenz, Leitlinienempfehlungen und praktische Aspekte der Implementierung eines präklinischen ECPR-Programms vorgestellt.
Die Sepsis wird präklinisch häufig nicht erkannt – insbesondere, wenn der Infektionsfokus nicht offensichtlich ist. Dieser Vortrag schärft den Blick für atypische Präsentationen und unspezifische Symptome bei Kindern und Erwachsenen. Anhand realitätsnaher Fallbeispiele werden typische diagnostische Fallstricke aufgezeigt. Ziel ist es, die Sensibilität für Sepsis zu erhöhen und frühzeitig die richtigen Maßnahmen einzuleiten.
Aufbauend auf der Problematik der häufig verzögerten Diagnosestellung vermittelt dieser Vortrag konkrete Strategien zur präklinischen Versorgung von Sepsis Patienten. Inhalte sind strukturierte Einschätzung, differenzierte Volumentherapie, frühzeitige Eskalation sowie Priorisierung von Maßnahmen im Rettungsdienst. Besonderheiten zwischen pädiatrischen und erwachsenen Patienten werden klar herausgearbeitet, um Handlungssicherheit in beiden Patientengruppen zu gewährleisten.
Neben den bekannten Notfällen gibt es eine Vielzahl seltener oder atypischer Krankheitsbilder, die präklinisch leicht übersehen werden. Dieser Vortrag widmet sich genau diesen „blinden Flecken“: von metabolischen Entgleisungen über seltene neurologische Erkrankungen bis hin zu atypischen Infektionsverläufen. Ziel ist es, diagnostisches Denken zu erweitern und Sicherheit im Umgang mit ungewöhnlichen Einsatzsituationen zu schaffen.
Die Anaphylaxie beim Kind ist ein zeitkritischer Notfall mit oft dynamischem Verlauf. Dieser Vortrag vermittelt ein klares, leitlinienorientiertes Vorgehen – von der frühzeitigen Erkennung bis zur konsequenten Therapie. Im Fokus stehen die richtige Indikation und Applikation von Adrenalin, Dosierungssicherheit sowie das Management schwerer Verläufe. Häufige Fehler im präklinischen Setting werden gezielt adressiert.
Bei einem außerklinischen Herz-Kreislaufstillstand entscheidet jede Minute: Reanimationsmaßnahmen und – sofern indiziert – Frühdefibrillation sollten daher bereits vor dem Eintreffen des Rettungsdienstes erfolgen. Diese Session zeigt, wie smartphonebasierte First-Responder-Systeme, Public-Access-Defibrillation und AED-Drohnen die Überlebenschancen messbar verbessern. Anhand aktueller Daten und Praxisbeispiele erfahren Sie, wo wir stehen, was bereits funktioniert – und welche nächsten Schritte für eine flächendeckende Umsetzung entscheidend sind.
Eine LIVE-Übung
Die Auswirkungen der Klimakrise haben gravierende Folgen für das Gesundheitswesen - sowohl medizinisch als auch taktisch und organisatorisch. Gleichzeitig müssen das Gesundheitswesen und der Rettungsdienst auch (mehr) Verantwortung für ihr Handeln übernehmen. Der Vortrag beleuchtet Konsequenzen und Handlungsmöglichkeiten für Akteur*innen im Gesundheitswesen.
Wir kennen es alle: Der Rettungsdienst ist als Engpassberuf von hoher Fluktuation und geringer Verweildauer geprägt – gut ausgebildete Menschen wandern allzu schnell wieder ab. Aktuelle Projekte und Reformen sind richtig und wichtig - aber auch das Potenzial älterer Mitarbeiter*innen kann einen wichtigen Beitrag zur zukünftigen Gestaltung des deutschen Rettungsdienstes darstellen. Der Vortrag beleuchtet die Ressourcen älterer NotSan im Rahmen einer qualitativen Interviewstudie.
This presentation will introduce how South Korea has developed its CBRN preparedness mindset while living next to a persistent security threat. It will discuss the practical lessons that European emergency medical services, civil protection agencies, and disaster medicine systems can learn from the Korean experience. The session will also highlight the importance of integrating clinical preparedness, civil protection planning, public communication, and scenario-based education for future CBRN incidents.
Warum SGA ein wichtiger Versorgungsbestandteil sind und warum es Zeit wird auf Fakten und nicht auf Mythen zu achten!
Hilfe, was mache ich denn jetzt?! Was ist das eigentlich? Wie fühlt sich das an? Früher ging es mir auch so, heute weiß ich, wie es sich anfühlt und kenne einige Methoden, die Betroffenen helfen können. Diese möchte ich euch näher bringen.
Zwischen erhobenem Schmerz und therapeutischer Entscheidung besteht im Rettungsdienst häufig eine Diskrepanz. Medical Gaslighting beeinflusst dabei unbewusst unser Handeln, etwa bei der Analgesie. Die Session zeigt anhand konkreter Beispiele, wie solche Verzerrungen entstehen, welche Folgen sie haben und wie wir durch gezielte Reflexion und Ausbildung unsere Entscheidungsqualität verbessern können.
Opfer sexueller Gewalt stellen den Rettungsdienst vor besondere fachliche und menschliche Herausforderungen. In diesem Kurzvortrag gib es ein kompaktes Update zu einem sensiblen Einsatzfeld – mit Fokus auf den Umgang mit Betroffenen, forensischen Aspekten und der Bedeutung einer professionellen, empathischen Versorgung.
Was können wir aus der Seefahrt lernen? SAFE! Jede*r Schiffsärzt*in braucht ein Zertifikat in Sexual Assault Forensic Examination. Warum ist das "an Land" eigentlich keine Pflicht? Der Vortrag wird einen Überblick über das Training und die darin erworbenen Skills geben, aber natürlich vor allem einen tiefen Blick hinter die Kulissen der Seefahrt.
Wir möchten mit dir diskutieren, uns austauschen und sensibilisieren. Dies ist ein Safe-Space, wir dulden nicht, falls jemand unsachlich wird.
Kleine Menschen stellen Einsatzkräfte vielfach vor große Herausforderungen. Die psychische Belastung im Zusammenhang mit Kindernotfällen steht im Mittelpunkt dieses Workshops. Ausgehend von Euren Erfahrungen schauen wir, was im Umgang mit kleinen Menschen hilfreich ist, um gut aus dem Einsatz herauszukommen. Gelungene Beispiele für das Zusammenwirken von PSNV und Rettungsdienst runden den Workshop ab.
CRM ist in aller Munde aber was bedeutet CRM wirklich und ist es mit den 15 Leitsätzen getan?
Wir kennen es alle - Trauma, COPD, Reanimation - alles wird souverän abgearbeitet ... und dann kommt der Satz "kann mal jemand das Beatmungsgerät fertigmachen?" Lasst uns gemeinsam einen Schritt für Schritt - Approach entwickeln, der uns auch hier ein sicheres Gefühl gibt. was bedeutet vorbereiten, was stelle ich ein, was kann eine SOP beinhalten? Mit einem guten mentalen Modell ist das ganz einfach.
Unsere Fallvorstellung bietet einen eindrucksvoller Einblick in die Arbeit der Luftrettung, die sich durch besondere organisatorische, medizinische und logistische Herausforderungen auszeichnet. Der Einsatz verdeutlicht, wie komplex die Versorgung von Patientinnen und Patienten unter den Bedingungen eines luftgestützten Transports sein kann.
Clinical Governance steht für strukturierte Qualität, klare Verantwortung und kontinuierliches Lernen – gelebte Praxis im UK, blinder Fleck im deutschen Rettungsdienst? Der Vortrag zeigt, warum SOPs allein nicht reichen, wie Fehlerkultur, Audit und Leadership Versorgung verbessern und welche Bausteine sofort übertragbar sind. Ein Impuls für mehr System statt Zufall in der Notfallmedizin.
Der Melder alarmiert zur dringlichen Verlegung ... was muss ich wissen, wie kann ich mich vorbereiten und nach welchem Konzept erfolgt die Übernahme in der Notaufnahme. Eine 45 minütige Reise von der Notaufnahme bis zum Maximalversorger.
Spannende Einblicke in eine Schicht mit Ulrike Bommas-Ebert
Indikationen - Ablauf - Technik - Medizin - Einsatzbeispiele - Limitationen
In dieser Session treffen zwei Generationen Rettungsdienst aufeinander: Ein angehender Notfallsanitäter im zweiten Ausbildungsjahr, der nach aktuellen Leitlinien, SOPs und digitalen Tools arbeitet – und ein Notfallsanitäter mit 25 Jahren Erfahrung, Praxisanleiter und Fachdozent für Notfallmedizin. Beide machen den gleichen Beruf, aber mit unterschiedlichen Blickwinkeln: frisches Wissen trifft auf Erfahrung. Das Besondere: Die beiden sind Vater und Sohn. Damit endet Ausbildung nicht mit dem Dienst – und fachliche Diskussionen finden auch am Küchentisch statt. Gemeinsam geben sie einen humorvollen Einblick in ihren Arbeitsalltag zwischen Flughafenrettung und Werksrettungsdienst und zeigen, warum Rettungsdienst dann am besten funktioniert, wenn Generationen voneinander lernen.
Chamäleon im Blaulicht – eine Take-Home-Message Im Rettungsdienst gibt es nicht die eine Realität. Ein Einsatz, drei Perspektiven: der Patient, das Rettungsteam ,das Umfeld Dazwischen liegt immer ein Filter. Geprägt durch Erfahrung, Stress, Erwartungen, Emotionen und unsere Rolle im Einsatz. Wahrnehmung ist kein Fakt. Sie ist ein Filter – und der Filter sieht bei jedem anders aus. Professionalität bedeutet deshalb nicht, immer gleich zu handeln oder „farblos“ zu sein. Sondern die richtige Farbe zur richtigen Zeit zu zeigen: zuhören statt bewerten erklären statt abarbeiten anpassen statt verhärten .Denn gute Rettung ist mehr als Maßnahmen Sie bedeutet weniger Konflikte, bessere Zusammenarbeit, ruhigere Einsätze –und am Ende auch mehr Zufriedenheit für uns selbst. Nicht nur für die anderen. Auch für uns!
Mit der bundesweiten Etablierung von Medical Task Forces (MTF) schafft der Bund eine hochmobile, für längerfristige EInsätze ausgestattete taktische Einheit, die sich in unterschiedlichen Ausrollstadien befindet. Neben Transport- und Behandlungskomponenten finden sich hierbei explizit aus CBRN-Einheiten, die den besonderen Herausforderungen dieser Lagen gerecht werden. Der vorliegende Vortrag verschafft einen Überblick über die Einheiten, deren Indikationsspektren, aber auch deren Limitationen.
Wie jedes Jahr ist dies der krönende Abschluss des Kongresses! Wir kühren unsere hervorragenden Dozenten und zeichnen ihre herausragende Arbeit aus! Ihr alle könnt während des Kongresses voten und mitbestimmen, wer die Auszeichnungen bekommen wird!