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Nach dem Kongresstag kannst du auf dieser Seite die Vortragsaufzeichnungen der einzelnen Vorträge aufrufen.
Es geht genauso spannend weiter, wie an Tag 1: Wir führen dich kurz durch den Tag und sprechen darüber, welche Vorträge dich erwarten. Wir freuen uns auf dich!
In diesem Vortrag wird es einen Überblick über die aktuelle Datenlage bzgl. der Traumareanimation und ein kleines How - To mit praktischem Beispiel geben. Außerdem beleuchten wir gründliche der Evidenz zur Clamshell-Thorakotomie, die 4 E als Vorraussetzungen und warum diese nicht die 4 Entschuldigungen sind.
Pädiatrische Notfälle sind selten, steht in allen Lehrbüchern. In der SQRBW Statistik 2025 sind Kinder bis 10 Jahre an 5,1% der NA-Einsätze beteiligt, ohne NA sind es nur 3,1%. Die meisten sind Low-Code Einsätze. Richtig kranke oder schwer verletzte Kinder sind selten. Die Frage, die sich stellt: Will man sich darauf verlassen, dass es einen nicht trifft? Oder benötigen wir Strategien und Training, um auch diese Patientengruppe bestmöglich zu versorgen? Hierzu besprechen wir einen Fall und eine mögliche Strategie.
Die Rettungskette setzt auf schnellen Transport und aufnahmebereite Kliniken, insbesondere beim Trauma – beides ist keine Selbstverständlichkeit mehr. Was tun, wenn zwischen Erstversorgung und Klinik nicht 60 Minuten liegen, sondern Stunden? Prolonged Casualty Care (PCC) ist die militärmedizinische Antwort: strukturierte Weiterversorgung kritisch Verletzter unter Ressourcenmangel und ohne zeitnahe Evakuierung. Der Vortrag klärt die Begriffe, zeigt die Kerninhalte und benennt auch ehrlich, was PCC nicht kann. Relevant für den RD: lange Transportwege, zunehmend abgemeldete Notaufnahmen, MANV- und Katastrophenlagen, Infrastrukturausfall. Der Referent verbindet beide Welten – Anästhesist der Uniklinik RWTH Aachen, Notarzt/LNA der Berufsfeuerwehr Aachen und Flottillenarzt der Reserve.
Der Vortrag vermittelt fortgeschrittene Konzepte der präklinischen Polytraumaversorgung auf Basis der aktuellen Evidenz, Literatur und Leitlinien. Schwerpunkte sind das Volumen- und Hämorrhagiemanagement, prähospitale Transfusionsstrategien, erweiterte Gefäßzugänge einschließlich der präklinischen Arterienkanülierung beim Erwachsenen sowie die Prinzipien der Damage-Control-Resuscitation. Ergänzend werden erweiterte chirurgische Notfallmaßnahmen, deren Indikationen, Limitationen und praktische Umsetzung anhand von Fallbeispielen diskutiert.
Der Vortrag vermittelt die Bedeutung der Hypothermie als Bestandteil der „lethalen Trias“ des Schwerverletzten. Neben den pathophysiologischen Grundlagen werden Risikofaktoren, Auswirkungen auf Gerinnung und Outcome sowie aktuelle Evidenz, Leitlinien und präklinische Präventions- und Therapiemaßnahmen diskutiert. Praktische Strategien zur Temperaturerhaltung und zum aktiven Wärmemanagement werden anhand von Fallbeispielen vorgestellt.
Nach dem ersten "Ballon" im letzten Jahr jetzt der nächste Schritt – 7 Tage Beatmung, jeden Tag ein neues Thema. Nach allen Tagen hast du einen Gesamtüberblick von NIV bis zu invasiver Beatmung, von Abkürzungen hin zu "Ach, so ist das" . Notfallbeatmung einfach – das ist das Ziel der gesamten Reihe. Du kannst nicht an allen Tagen teilnehmen? Kein Problem, die Themen sind in sich geschlossen.
Gemeinsam schauen wir uns an, was uns als Besatzung des ersten Rettungswagens an der Einsatzstelle eines Busunfalls erwartet. In einem interaktiven Fall bringen wir Schritt für Schritt Struktur in eine zunächst unübersichtliche Lage: vom ersten Eindruck über die Lagemeldung und die Ordnung des Einsatzraums bis zur Sichtung und Versorgung der Betroffenen.
Die präklinische Schmerztherapie bei Kindern stellt Einsatzkräfte regelmäßig vor besondere Herausforderungen: altersabhängige Kommunikation, Unsicherheiten bei Dosierungen und die Angst vor Nebenwirkungen führen nicht selten zu einer Untertherapie. Dieser Vortrag vermittelt strukturierte Ansätze zur kindgerechten Schmerzeinschätzung, evidenzbasierte medikamentöse Strategien sowie praktische Tipps zur sicheren Anwendung gängiger Analgetika im Rettungsdienst. Besonderes Augenmerk liegt auf intranasalen Applikationswegen, nicht-medikamentösen Maßnahmen und der Vermeidung typischer Fehler im Einsatz.
Der Bauernhof ist ein Hochrisiko-Umfeld für Kinder – mit einer Vielzahl potenziell lebensbedrohlicher Gefahren. Dieser Vortrag thematisiert typische Unfallmechanismen wie Überrolltraumata, Maschinenverletzungen, Ertrinkungsunfälle in Güllegruben sowie Intoxikationen. Neben der präklinischen Erstversorgung liegt der Fokus auf Gefahreneinschätzung für Einsatzkräfte, Besonderheiten der Rettung sowie der frühzeitigen Identifikation kritischer Verläufe.
Reitunfälle gehören zu den häufig unterschätzten Hochrasanztraumata im Kindesalter. Dieser Vortrag beleuchtet typische Verletzungsmuster – von stumpfem Thoraxtrauma bis hin zu schweren Schädel-Hirn-Traumata – und deren präklinische Relevanz. Neben der strukturierten Traumaversorgung werden Entscheidungsstrategien zur Einschätzung der Verletzungsschwere, zur Immobilisation und zum Transportziel vermittelt. Fallbeispiele zeigen häufige Fehleinschätzungen und deren Konsequenzen.
Unfälle im Wintersport stellen Rettungsdienste regelmäßig vor besondere Herausforderungen. Hohe Geschwindigkeiten, schwieriges Gelände, Kälte und ein oft aufwendiger Patiententransport prägen die präklinische Versorgung. Welche Verletzungsmuster sind typisch, welche Verletzungen treten besonders häufig auf und welche werden leicht übersehen? Zudem werden die Besonderheiten der strukturierten Patientenversorgung nach dem X-ABCDE-Schema unter den speziellen Bedingungen in Wintersportgebieten beleuchtet – von der Erstversorgung bis zum sicheren Transport.
Die Rapid Sequence Induction (RSI) beim schwerverletzten Kind gehört zu den anspruchsvollsten Maßnahmen im Rettungsdienst. Anatomische Besonderheiten, geringe physiologische Reserven und die hohe Fehleranfälligkeit machen ein strukturiertes Vorgehen essenziell. Der Vortrag vermittelt praxisorientierte Algorithmen zur Indikationsstellung, Vorbereitung und Durchführung der RSI unter präklinischen Bedingungen. Besondere Schwerpunkte sind Airway-Management, Medikamentenauswahl, hämodynamische Stabilisierung und das Management schwieriger Atemwege.
Ein kleines Update und Upgrade rund um die Sauerstofftherapie – was ist nötig und möglich? Praktische Anwendung, ein bisschen Hintergrund und Raum für Verbesserung.
Amok, Terror, Sprengstoff, sabotageassoziierte Anschläge: Die Bedrohungslage in Deutschland hat sich verändert, und der zivile Rettungsdienst ist bei solchen Einsätzen oft zuerst am Ort, bevor der Raum gesichert ist. Das aus der Militärmedizin stammende Konzept taktischer Zonen (Hot/Warm/Cold) ist über TECC längst im zivilen Bereich angekommen und beantwortet die entscheidenden Fragen: Wo darf ich hin? Wann behandeln, wann evakuieren? Und wie schütze ich mich selbst? Der Vortrag überträgt Zonenkonzepte, Gefahren- und Evakuierungsdistanzen sowie Verhaltensregeln (Run-Hide-Tell-Fight) praxisnah in den Regelrettungsdienst. Als Anästhesist der Uniklinik RWTH Aachen, Leitender Notarzt und in der taktischen Medizin verwurzelter Reservist verbindet Kai Clasen militärische und zivile Notfallmedizin.
In den letzten Jahren waren Krankheitsbilder wie die Reanimation nach Trauma Gegenstand von Diskussionen. Clamshell-Thorakotomie, REBOA und präklinische Transfusion sind Schlagwörter, die immer wieder in diesem Zusammenhang fallen. Die eigentliche Herausforderung ist allerdings, die Besonderheiten des Krankheitsbildes zu kennen und dieses Wissen in die Praxis zu transferieren. In diesem Vortrag wollen wir uns mit dem Algorithmus des ERC zur Reanimation nach Trauma auseinandersetzen und einen Blick auf die aktuelle Evidenz werfen, um zu schauen, ob wir unsere Arbeit bei diesem seltenen Krankheitsbild einmal kritisch überprüfen müssen.