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Nach dem Kongresstag kannst du auf dieser Seite die Vortragsaufzeichnungen der einzelnen Vorträge aufrufen.
Ein Tag voller spannender Themen: Wir führen dich kurz durch den Tag und sprechen darüber, welche Vorträge dich erwarten. Wir freuen uns auf dich!
Nach dem ersten "Ballon" im letzten Jahr jetzt der nächste Schritt – 7 Tage Beatmung, jeden Tag ein neues Thema. Nach allen Tagen hast du einen Gesamtüberblick von NIV bis zu invasiver Beatmung, von Abkürzungen hin zu "Ach, so ist das" . Notfallbeatmung einfach – das ist das Ziel der gesamten Reihe. Du kannst nicht an allen Tagen teilnehmen? Kein Problem, die Themen sind in sich geschlossen.
Gemeinsam schauen wir uns verschiedene Einsatzsituationen rund um das Leitsymptom „neurologisches Defizit“ an. In interaktiven Fallbeispielen gehen wir über BE-FAST und die Behandlung eines Krampfanfalls hinaus. Was versteckt sich noch alles dahinter?
Hilfe, was mache ich denn jetzt?! Was ist das eigentlich? Wie fühlt sich das an? Früher ging es mir auch so, heute weiß ich, wie es sich anfühlt und kenne einige Methoden, die Betroffenen helfen können. Diese möchte ich euch näherbringen.
Zwischen erhobenem Schmerz und therapeutischer Entscheidung besteht im Rettungsdienst häufig eine Diskrepanz. Medical Gaslighting beeinflusst dabei unbewusst unser Handeln, etwa bei der Analgesie. Die Session zeigt anhand konkreter Beispiele, wie solche Verzerrungen entstehen, welche Folgen sie haben und wie wir durch gezielte Reflexion und Ausbildung unsere Entscheidungsqualität verbessern können.
Wohnungslose Menschen zählen zu den vulnerabelsten Patientengruppen im Rettungsdienst. Komplexe somatische und psychische Erkrankungen, Suchterkrankungen, Traumatisierungen sowie gegenseitiges Misstrauen erschweren häufig die präklinische Versorgung. Gleichzeitig ist der Rettungsdienst insbesondere für diese Menschen die einzige rund um die Uhr erreichbare Anlaufstelle des Gesundheitssystems. Der Vortrag vermittelt einen praxisnahen Überblick über die gesundheitliche Situation wohnungsloser Menschen, rechtliche und ethische Aspekte sowie konkrete Handlungsempfehlungen für Notfallsanitäter:innen. Anhand typischer Einsatzsituationen werden Möglichkeiten aufgezeigt, durch professionelle Kommunikation und eine wertschätzende Haltung Vertrauen aufzubauen, Exklusion zu verringern und die Versorgungsqualität zu verbessern.
Pflegende Angehörige sind die oft unsichtbaren Leistungsträger im Gesundheitssystem – und gleichzeitig Menschen am Limit. Für Notfallsanitäter:innen sind sie weit mehr als Begleitpersonen: Sie sind Informationsquelle, Mitbetroffene, Mitentscheidende und nicht selten selbst in einer akuten Belastungssituation. Der Vortrag beleuchtet ihre Rollen und Bedürfnisse sowie die Herausforderungen an der Schnittstelle von Rettungsdienst, Krankentransport und häuslicher Versorgung. Anhand praxisnaher Beispiele wird aufgezeigt, wie Kommunikation, Empathie und ein geschärfter Blick für die Situation pflegender Angehöriger zu einer besseren Versorgung aller Beteiligten beitragen können. Ein Impuls für den professionellen Umgang mit einer oft übersehenen Zielgruppe – im Einsatz und darüber hinaus.
Gemeinsam schauen wir uns Betäubungsmittel-Notfälle aus Sicht des Rettungsdienstes an. Dabei sprechen wir über typische Substanzen, mögliche Intoxikationen und darüber, was uns im Einsatz begegnen kann. Außerdem klären wir, woran wir unterschiedliche Verläufe erkennen und welche Maßnahmen in der präklinischen Versorgung sinnvoll sind.
Opfer sexueller Gewalt stellen den Rettungsdienst vor besondere fachliche und menschliche Herausforderungen. In diesem Kurzvortrag gibt es ein kompaktes Update zu einem sensiblen Einsatzfeld – mit Fokus auf den Umgang mit Betroffenen, forensischen Aspekten und der Bedeutung einer professionellen, empathischen Versorgung.
Medizin und Gesellschaft werden zunehmend mit den Folgen einseitiger Fokussierung auf den männlichen Körper als universell gültiges und einsetzbares Modell konfrontiert. Die Begriffe Gender Data Gap und Gender Pain Gap formulieren konkret einen Missstand, der akademisch beginnt und sich in den Alltag der Schmerztherapie fortsetzt. Aber betrifft uns Behandelnde das tatsächlich oder handelt es sich nur um ein „Modethema“? Und wenn es uns betrifft – wie damit umgehen?
Wie gehen wir vor, wenn es mehr als der Standard-Transport ist? Im Vortrag werden besondere Herausforderungen und spezielle Transportsituationen beleuchtet.
Präventionsmedizin ist vielleicht der größte ungehobene Schatz in der modernen Medizin. Obwohl ein ganz überwiegender Teil chronischer Erkrankungen ihren Ursprung im Lebensstil haben (KHK, Diabetes mellitus, Adipositas, pAVK...), führt Präventionsmedizin an vielen Stellen ein Nischendasein. Warum ist das so? "Vorbeugen ist besser als Heilen" ist ein gängiger Spruch dazu – in diesem Vortrag beleuchte ich die Chancen der Präventionsmedizin, schaue einmal über den Tellerrand, wo Deutschland im internationalen Vergleich steht und beleuchte die Frage, ob wir mehr Präventionsmedizin wagen sollten...
Was können wir aus der Seefahrt lernen? SAFE! Jede:r Schiffsärzt:in braucht ein Zertifikat in Sexual Assault Forensic Examination. Warum ist das "an Land" eigentlich keine Pflicht? Der Vortrag wird einen Überblick über das Training und die darin erworbenen Skills geben, aber natürlich vor allem einen tiefen Blick hinter die Kulissen der Seefahrt.
Wir möchten mit dir diskutieren, uns austauschen und sensibilisieren. Dies ist ein Safe-Space, wir dulden nicht, falls jemand unsachlich wird.
In der präklinischen Notfallversorgung werden die Weichen für die weitere Versorgung gestellt. Dabei spielen auch individuelle Faktoren der Patient:innen und Behandelnden eine entscheidende Rolle und müssen berücksichtigt werden. In diesem Vortrag werden evidenzbasiert Geschlechterunterschiede bei wichtigen Leitsymptomen, Behandlungszeiten sowie in der Kommunikation mit Patient:innen sowie bei der Übergabe beleuchtet. Praktische Handlungsempfehlungen für eine geschlechtersensible Versorgung werden aufgezeigt, eigene Geschlechterstereotype reflektiert und das Bewusstsein für den Einfluss von Geschlecht auf die Notfallmedizin erhöht. Ziel ist es, die notfallmedizinische Versorgung für alle gleichwertiger zu machen und bestehende Unter- oder Fehlversorgung zu minimieren.